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Japan hält an Olympia-Austragung fest (Radio SRF 1)
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Knapp 100 Tage vor dem Start Japan verbreitet Olympia-Zuversicht – doch Unsicherheit bleibt

Japans Ministerpräsident will die Olympischen Spiele in Tokio unbedingt durchführen. Doch vieles bleibt in der Schwebe.

97 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele am 23. Juli in Tokio sind sich namhafte Politiker Japans uneinig über Sinn und Unsinn der Austragung. Nun sprach sich Ministerpräsident Yoshihide Suga bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden vehement gegen eine Absage aus. Die Spiele würden «sicher und geschützt» über die Bühne gehen.

Corona hat Japan fest im Griff: Die Infektionszahlen steigen wieder und erst ein Prozent der Bevölkerung ist gegen das Virus geimpft. Deshalb hatten sich zuletzt skeptische Stimmen gehäuft.

Olympia 2021
Legende: Noch 100 Tage Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio starteten am Mittwoch gut gelaunt den Countdown. imago images

Keine Vorfreude bei japanischer Bevölkerung

Der Generalsekretär der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP), Toshiro Nikai, sagte am Donnerstag, die Spiele müssten «ohne Zögern» abgesagt werden, sollte die Infektionslage zu ernst sein. Umfragen zufolge sind die meisten Japaner für eine Verschiebung oder Absage der Spiele.

Auch über «Geisterspiele» war unter der Woche erneut diskutiert worden. Sicher ist, dass ausländischen Fans und Athletenfamilien die Einreise nach Japan verwehrt bleiben wird. Der für die Impfstoff-Verteilung zuständige Minister Taro Kono sagte, dass auch japanische Zuschauer ausgesperrt werden könnten.

Wie hoch wird der Impfschutz sein?

Eine Absage wäre für die Athleten, die auf das Saisonziel Olympia hinarbeiten, wohl ein herber Schlag. Doch Sorgen um die Gesundheit brechen sich ebenfalls Bahn. Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, beteuerte etwa, dass er nur bei einer Impfung aller impfwilligen Athleten «guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden» könne.

Ganz anders ist die Stimmungslage offenbar in Russland. Bei einer Hochglanz-Modeschau vor Dutzenden Zuschauern sowie ohne Abstände und Masken wurden die Outfits der Athletinnen und Athleten vorgestellt.

Das russische Team wird in Tokio nicht unter eigener Flagge, sondern unter dem Kürzel «ROC» für «Russisches Olympisches Komitee» antreten – sofern die Durchführung nicht doch noch der Pandemie zum Opfer fällt.

Radio SRF 1, 17.04.2021, Morgenbulletin von 8:00 Uhr;

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