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Orientierungslauf Niggli holt WM-Gold im Sprint

Simone Niggli hat bei der OL-WM im finnischen Vuokatti den Titel im Sprint gewonnen. Für die Bernerin ist es bereits die 21. WM-Goldmedaille ihrer Karriere. Bei den Männern verpasste Fabian Hertner als Vierter das Podest nur knapp.

Niggli setzte sich nach 3,4 km 8 Sekunden vor der Schwedin Annika Billstam und 39 Sekunden vor der Finnin Venla Niema durch. Für die 35-jährige Schweizerin ist es bereits der 7. WM-Titel im Sprint, das letzte Mal hatte sie vor einem Jahr bei der Heim-WM in Lausanne triumphiert. Zudem war Niggli dreimal Sprint-Europameisterin.

«Es ist jedes Mal wieder wunderschön, Weltmeisterin zu werden», freute sich Niggli nach ihrer 21. WM-Goldmedaille. Angefangen hatte sie ihre Sammlung 2001 ebenfalls in Finnland, als sie in Tampere über die Langdistanz siegte.

Wyder disqualifiziert

Von den übrigen Schweizerinnen schaffte keine den Sprung unter die Top 10. Die 25-jährige Judith Wyder kam zwar mit der drittbesten Zeit ins Ziel, stempelte allerdings nicht alle Posten und wurde disqualifiziert.

Hertner knapp an Bronze vorbei

Im Sprint der Männer blieben die Schweizer ohne Medaillen. Fabian Hertner verpasste die Bronzemedaille als Vierter nur um 3,5 Sekunden. Auf Rang 5 klassierte sich Titelverteidiger Matthias Kyburz. Im Vorjahr hatten die Schweizer in Lausanne im Sprint noch einen Dreifachsieg gefeiert. (Kyburz vor Matthias Merz und Matthias Müller).

Neuer Sprint-Weltmeister ist Marten Boström. Der Finne setzte sich 17,1 Sekunden vor dem Briten Scott Fraser und 18,2 Sekunden vor dem Schweden Jonas Leandersson durch.

Resultate

Sprint Frauen (3,43 km, 50 m Steigung): 1. Simone Niggli (Sz) 14:10,6. 2. Annika Billstam (Sd) 8,1 zurück. 3. Venla Niemi (Fi) 37,9. 4. Maja Alm (Dä) 42,4. 5. Tessa Hill (Gb) 47,6. 6. Galina Vinogradova (Russ) 53,7. Ferner: 16. Rahel Friederich (Sz) 1:43,3. 21 Sabine Hauswirth (Sz) 1:56,9. Nicht klassiert: Judith Wyder (Sz), Posten fehlen.

Sprint Männer (3,9 km/65 m Steigung/24 Posten): 1. Marten Boström (Fi) 14:19,6. 2. Scott Fraser (Gb) 17,1 Sekunden zurück. 3. Jonas Leandersson (Sd) 18,2. 4. Fabian Hertner (Sz) 21,7. 5. Matthias Kyburz (Sz) 26,2. 6. Rasmus Thrane Hansen (Dä) 27,7. Ferner: 11. Andreas Kyburz (Sz) 38,6. 22. Martin Hubmann (Sz) 1:05,9.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Flück, Kloten
    Grosse Klasse Simone, einfach toll! Es wird ja immer und immer wieder NUR der Sieg von ihr erwartet, ein zweiter Platz ist ja schon ein halbes Debakel und sie hält dem Ganzen immer und immer wieder stand, grossartig! Eine der grössten Sportpersönlichkeiten, die unser Land je hatte!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Was heisst da "eine"? Sie IST die grösste Sportpersönlichkeit der Schweiz. 10 EM-Titel und 21 WM-Titel wiegen um einiges mehr als 17 Grand-Slam-Titel im Tennis. Ihr Pech ist es, dass der OL auch heute nur als eine Randsportart gilt. Dementsprechend gering ist auch das öffentliche Interesse - Ausnahme: Die letztjährige WM in Lausanne - und dementsprechend dünn sind auch die Sponsoren gesät. Deshalb gibt es im OL keine Antrittsgagen von 300'000 Euro wie im Tennis.
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    2. Antwort von E.Wagner, Zug
      @ Stump Was soll dieser Vergleich? Anfügen könnte man dann wenn schon noch andere Sportarten, wie z.B. Fechten. Ect. Jeder Sportler will und gibt immer sein Bestes. Warum in dieser Sportart von Niggli so wenig Meiden Interesse ist, liegt an dem Publikum und das sind wir, nicht die Medien Menschen. Bravo Simone Gratualtion.
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Dieser Vergleich ist berechtigter als der z.B. mit dem Fechten, weil es in dieser Sportart schon seit Jahrzehnten keinen Olympiasieger oder Weltmeister aus der Schweiz gibt. Zudem hat Simone Niggli-Luder eindeutig am meisten Medaillen von allen gewonnen, normalerweise zählt für die Medien vor allem dies. Übrigens wurden im Fernsehen schon vor der Epoche Rosset-Hingis-Federer & Co. auffallend viele Tennisspiele gezeigt, weil Tennis schon damals eine stärkere Lobby hatte als der OL.
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    4. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Ich glaube auch nicht, dass man verschiedene Sportarten vergleichen kann. Beim Tennis z.B. gibt es nun einmal nicht verschiedene Disziplinen wie beim OL, was die Chance, so viele Goldmedaillen zu gewinnen, verringert. Nichts desto trotz halte auch ich Simone Niggli-Luder für die erfolgreichste Schweizer Sportlerin. Dass der OL-Sport weniger populär ist als andere Sportarten, hat vielleicht auch damit zu tun, dass man einen OL-Wettkampf nicht gut am Fernsehen übertragen kann.
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    5. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Im OL gibt es nur vier Disziplinen (Kurz, Mittel, Lang, Staffel), genauso wie im Tennis (Einzel, Männer-Doppel, Frauen-Doppel, Mixed), aber es ist klar, dass im Tennis niemand mehr als zwei Disziplinen bestreiten kann, weil der Kraftaufwand viel zu gross wäre. Ich gebe Ihnen Recht, dass wir keine direkten Quervergleiche zwischen den verschiedenen Sportarten aufstellen können, muss Ihnen aber widersprechen, was direkte TV-Sendungen betrifft. Die OL-WM 2012 hat das Gegenteil gezeigt.
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    6. Antwort von Greenfielder, Zürich
      Simone Niggli ist sicher eine herausragende Sportlerin, ohne Zweifel. Kritisch gesehen muss man aber auch beachten, dass OL eine Randsportart ist und sich daher nie so eine Leistungsdichte (Konkurrenz) ergeben kann, wie in einer Sportart, welche praktisch überall ausgeübt wird (Fussball, Leichtathletik, Schwimmen, Tennis, Turnen, etc.) und in welcher viel mehr Geld verdient werden kann... Anyway, zuerst muss man 22 WM-Goldmedaillen schaffen, das ist eine riesen Leistung. Bravo Simone!!!
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    7. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Für Tennisspieler dürfte es allerdings relativ schwierig sein, zu einem Frauen-Doppel zugelassen zu werden (und umgekehrt) ;) Insofern gibt es im Tennis nur drei Disziplinen. Was die Übertragung per Fernsehen betrifft: Zumindest sind diese wesentlich aufwändiger als bei den populären Sportarten, da die Route der Läufer(innen) nicht vorgeschrieben ist und die Standorte der Posten eigentlich nicht durch von weitem erkennbare Kamerateams verraten werden sollten.
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