Angeführt wird das elfköpfige Schweizer Aufgebot von der dreifachen Weltmeisterin Simona Aebersold. Die 28-jährige Brüggerin gewann vor sechs Wochen den Weltcup-Einzelsprint in Skara (SWE) und ist die derzeitige Weltnummer 1 im Sprint-Ranking.
«Ich möchte gerne meinen ersten WM-Titel in einem Einzelrennen im Sprint feiern», wird Aebersold von Swiss Orienteering zitiert. Sie wisse aber auch, wie hoch das Niveau international sei und dass für eine Top-Rangierung alles zusammenpassen müsse. Zu ihren grössten Gegnerinnen gehört die formstarke Dänin Hedvig Valbjörn Gydesen.
Anspruchsvolles Gelände
Die Wettkämpfe finden im Genueser Quartier Sestri Ponente sowie im Stadtzentrum statt. In allen Gebieten, in denen gelaufen wird, gibt es teils steile Hänge oder Treppen, die Routenwahl dürfte nicht immer einfach sein.
Graber will in den Halbfinal
Wie Aebersold steht auch Natalia Gemperle bei allen drei Rennen (Einzelsprint, K.o.-Sprint, Sprintstaffel) im Einsatz. Paula Gross (Einzel) und WM-Debütantin Lilly Graber (K.o.-Sprint) ergänzen das Aufgebot bei den Frauen.
Junioren-Weltmeisterin Graber verdiente sich die Reise nach Ligurien unter anderem durch einen 13. Platz beim K.o.-Sprint in Skara. «Anfang Saison habe ich nicht damit geplant, aber ich habe eine gute Sprintform und konnte Vertrauen gewinnen», sagt Graber. Als Ziel setzt sich die 23-jährige Aargauerin den Halbfinal-Einzug.
Wie schlägt sich Polsini?
Bei den Männern sind gleich sieben Schweizer am Start, darunter die routinierten Martin Hubmann, Fabian Aebersold und Tino Polsini, der Vize-Weltmeister im Einzelsprint 2024 und Sieger beim Weltcup in Locarno. Der zuletzt verletzte amtierende K.o.-Sprint-Weltmeister Riccardo Rancan musste die Ambitionen hingegen etwas herunterschrauben.
Dafür strebt Neuling Benjamin Wey eine Top-10-Platzierung an. «Damit wäre ich superzufrieden», so der 22-jährige Zürcher. Wey war letztes Jahr in Uster bei seinem Weltcupdebüt gleich in die Weltspitze gelaufen. Auch im April in Locarno glänzte er mit den Rängen 7 und 8. «Das gab Selbstvertrauen», bekundete Wey.