- Tadej Pogacar feiert auf der 14. Etappe der Tour de France seinen 4. Tagessieg und baut die Gesamtführung aus.
- Dank Pogacars Teamkollege Isaac Del Toro bejubelt das UAE Team Emirates gar einen Doppelsieg.
- Jonas Vingegaard liegt auf dem 2. Gesamtrang vor der letzten Tour-Woche bereits 4:30 Minuten zurück.
7,4 Kilometer vor dem Ziel setzte Tadej Pogacar im Aufstieg auf den Col du Haag zur entscheidenden Attacke auf der 14. Etappe an. Und wie so oft in den letzten 2 Wochen versuchte die Konkurrenz gar nicht erst, dem slowenischen Überflieger zu folgen. Der Leader fuhr innert Kürze eine Lücke von 30 Sekunden heraus und brachte seinen 4. Sieg bei der diesjährigen «Grande Boucle» souverän ins Trockene.
Am Ende konnte das UAE Team Emirates gar einen Doppelsieg bejubeln. Denn Teamkollege Isaac Del Toro hatte im Schlusssprint der ersten Verfolgergruppe die besten Beine und verwies Youngster Paul Seixas auf Platz 3. Jonas Vingegaard musste auf den letzten Metern gar noch eine Lücke aufgehen lassen und erreichte das Ziel als Vierter, 6 Sekunden hinter Del Toro und deren 44 hinter Pogacar.
Seixas neu in Weiss
Der Vorsprung des vierfachen Tour-Siegers auf Vingegaard beträgt vor der letzten Woche bereits 4:30 Minuten. 34 Sekunden dahinter liegt Remco Evenepoel nach wie vor auf Rang 3. Seixas liegt dank den Bonussekunden als Tagesdritter derweil neu auf Platz 4 und schnappte Juan Ayuso das weisse Trikot für den besten Jungprofi um 3 Sekunden weg.
Bester Schweizer war am Samstag der Berg-Spezialist Yannis Voisard. Der 27-jährige Jurassier beendete die Etappe mit einem Rückstand von 3:30 Minuten auf Rang 13 und belegt im Gesamtklassement weiterhin den 17. Platz.
Pidcock fällt wieder zurück
Tom Pidcock vom Schweizer Q36.5 Pro Cycling Team musste seinen am Vortag errungenen 4. Gesamtrang dabei wieder abgeben und rutschte auf Platz 9 ab. Der Brite hatte sich zwischenzeitlich zwar erneut in einer Fluchtgruppe befunden und sich wie schon am Freitag virtuell auf die 2. Position nach vorne geschoben. Diesmal wurde er allerdings vom Feld gestellt und konnte im Schlussanstieg nicht mehr mithalten.
Am längsten hatten sich auf der 155,3 Kilometer langen Etappe von Mulhouse nach Le Markstein Fellering indes Richard Carapaz und Tobias Johannesen an der Spitze des Rennens gehalten. Der Ecuadorianer und der Norweger wurden als letzte Ausreisser allerdings rund 8 Kilometer vor dem Ziel und kurz vor Pogacars entscheidendem Angriff vom kleinen Feld um die Gesamtklassementsfavoriten geschluckt.
So geht es weiter
Vor dem 2. Ruhetag am Montag steht für die Fahrer am Sonntag nochmals ein richtig hartes Teilstück auf dem Programm. Auf den 183,9 Kilometern von Champagnole im Jura auf das Plateau de Solaison in der Haute Savoie gilt es 3950 Höhenmeter zu überwinden – über 1000 davon im steilen Schlussanstieg der «Hors Catégorie». Zwischenzeitlich befinden sich die Fahrer dabei nur wenige Meter von der Schweizer Grenze entfernt.