- Mathieu van der Poel gewinnt die wegen der grossen Hitze verkürzte 9. Etappe der Tour de France.
- Der Niederländer setzt sich im Sprint einer Ausreissergruppe durch.
Aus dem regen Wechselbetrieb an der Rennspitze über die 154,6 Kilometer kristallisierte sich 15 km vor dem Ziel eine vierköpfige Gruppe heraus. Diese schaffte es auf den letzten Drücker vor dem heranrauschenden Feld ins Ziel in Ussel.
Als Sieger der 9. Etappe ging Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) hervor. Der Niederländer riss den Schlusssprint auf der ansteigenden Zielgeraden an und verwies Tobias Johannessen (Uno-X) und Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) auf die weiteren Plätze. Für van der Poel ist es der 3. Etappensieg bei der «Grande Boucle».
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates XRG) verteidigte sein Trikot als Gesamtführender erfolgreich. Der Slowene führt weiter 2:42 Minuten vor Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) aus Dänemark.
Hirschi zeigt sich kurz
In der vor allem zu Beginn unruhigen Etappe mit zahlreichen kleinen und grösseren Angriffen mischte auch ein Schweizer vorne mit: Marc Hirschi vom Tudor-Team setzte sich im Verbund mit anderen Fahrern ab und fuhr eine Weile in der Spitzengruppe. 66 Kilometer vor dem Ziel wurde der Berner dann wieder vom Feld geschluckt.
Das Teilstück mit Start in Malemort war ursprünglich in einer Länge von 185,5 km geplant gewesen. Weil die Temperaturen am frühen Nachmittag im Département Corrèze die von den Behörden vorgegebenen Grenzwerte für Sportveranstaltungen überschritten, wurden in der Anfangsphase 30 Renn-Kilometer gestrichen.
So geht es weiter
Am Montag dürfen die Radprofis erstmal durchschnaufen, der erste von 2 Ruhetagen an der Frankreich-Rundfahrt steht an. Tags darauf geht es dann im Zentralmassiv so richtig zur Sache: Von Aurillac nach Le Lioran (166,6 km) stehen satte 3800 Höhenmeter und 7 klassifizierte Bergwertungen an.