Eliane Maggi: Im Nachthemd zuoberst auf dem WM-Podest

Den Schlussteil unserer dreiteiligen Serie «Heldinnen von gestern» bestreitet Eliane Maggi, die in den 1980-er Jahren den Ruhm als zweifache Weltmeisterin geniessen durfte. Heute verstaubt ihr Kunstrad in der Abstellkammer.

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«Heldinnen von gestern»: Zu Besuch bei Eliane Maggi

3:36 min, aus sportaktuell vom 17.12.2015

Für Eliane Maggi ist 30 Jahre danach das Kapitel längst abgeschlossen. Nach ihrem Rücktritt wollte sie bewusst etwas Distanz gewinnen. Bis heute ist darum ihr Kunstrad verwaist im Abstellraum geblieben.

Markus Maggi umarmt seine Schwester Eliane. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein starkes Tandem Wie Eliane gewann auch Bruder Markus Maggi WM-Gold. SRF

Eine närrische Lachnummer

Dabei hatte Maggi – wie übrigens auch Bruder Markus – lange Zeit die internationalen Massstäbe gesetzt. Zweimal war sie Weltmeisterin geworden (1980 und 1985). Beide Male durfte sie die Goldmedaille vor Heimpublikum auskosten (in Möhlin sowie St. Gallen).

Einmal gab sie dabei unfreiwillig eine doch etwas belustigende Figur ab. Denn das Regenbogentrikot, in das jede Weltmeisterin und jeder Weltmeister gekleidet wird, reichte ihr bis zu den Knien. «Es sah aus wie ein Nachthemd», erinnert sich Maggi. Sie erhielt hinterher als Wiedergutmachung ein passendes Duplikat des Leibchens. Gleichwohl musste das viel zu lange Original später als Fasnachtssujet herhalten.

Hinweis: Im Rahmen einer Mini-Serie hat «sportaktuell» «Heldinnen von gestern» vorgestellt. Am Dienstag wurde über Cornelia Bürki (Leichtathletik) berichtet, tags darauf folgte der Beitrag über Conny Lehmann-Kissling (Skiakrobatik).

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell» 17.12.2015 22:20 Uhr