Fuentes-Vernehmung vertagt

Der Doping-Prozess gegen den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes ist in Madrid am Montag um einen Tag verschoben worden. Am gleichen Tag sollen auch die 4 Mitangeklagten José Ignacio Labarta, Manolo Saiz, Vicente Belda Vicelo und Fuentes-Schwester Yolanda angehört werden.

Die Staatsanwaltschaft fordert im Doping-Prozess gegen den spanischen Arzt Fuentes (im Bild) eine Haftstrafe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hinter Gittern Die Staatsanwaltschaft fordert im Doping-Prozess gegen den spanischen Arzt Fuentes (im Bild) eine Haftstrafe. Keystone

Die Staatsanwaltschaft fordert gegen alle Angeklagten Haftstrafen bis zu 2 Jahren und ein ähnlich langes Berufsverbot sowie Geldstrafen bis zu rund 16'000 Euro.

Wer wird belastet?

Der Prozess hatte am Montag bereits mit rund 75 Minuten Verspätung begonnen. Bis zur Vertagung auf Dienstag versuchten die Anwälte der Angeklagten mit aller Macht, die Zulassung von Beweismitteln zu verhindern und die geplante Vernehmung der Zeugen zu verzögern.

Fraglich scheint, ob die zunächst bis 22. März terminierte Verhandlung zum spektakulärsten Dopingprozess der Sportgeschichte wird. 7,5 Jahre nach der «Operación Puerto» mit der Sicherstellung von Blut- und Plasmabeuteln sowie einer Vielzahl Dopingmitteln, könnten am Ende auch nur wenig belastende Aussagen auf den Tisch kommen.

Kunden in verschiedenen Sportarten

Betroffen von der Affäre um den Arzt sind neben dem früheren deutschen Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich 57 weitere in den Akten aufgeführte Radsportler sowie Fussballer, Tennisprofis, Leichtathleten und Schwimmer. Fuentes soll rund 200 Kunden unter Spitzensportlern gehabt haben.