Renndirektor Christian Prudhomme hat sich gegen die Kritik an den Hotels bei der Tour de France zur Wehr gesetzt. «Wenn wir wollen, dass das Rennen durch die schönsten Regionen Frankreichs führt und spektakuläre Etappen bietet, dann bedeutet das eben, dass es dort nicht überall Fünf-Sterne-Hotels gibt», sagte der Tour-Boss im Interview mit dem Radiosender Ici.
Mehrere Mannschaften hatten am Ruhetag (Montag) im Zentralmassiv über Probleme in den Unterkünften geklagt. Tadej Pogacars Rennstall UAE Emirates-XRG berichtete von ausfallenden Klimaanlagen, die Norweger von Uno-X Mobility veröffentlichten Bilder von Dreck und Schimmel in den Zimmern. Einige Fahrer übernachteten lieber auf dem Balkon.
Nur begrenzt geeignete Hotels verfügbar
Der Tour-Veranstalter A.S.O. ist für die Hotelverteilung zuständig. Prudhomme zufolge müssen pro Etappe rund 1850 Betten organisiert werden. Zugewiesen werden die Unterkünfte anhand der Sterne, am Ende der Rundfahrt sollen diese für die 23 Teams ungefähr auf dieselbe Anzahl kommen.
«Wir sind die Einzigen, die bei der Tour Chancengleichheit zwischen den Teams garantieren können», sagte A.S.O.-Präsident Prudhomme. Dürften die Mannschaften die Hotels selbst aussuchen, würden sich die finanzstärkeren Rennställe einen Vorteil verschaffen, fürchtet er. In abgelegenen Regionen wie im Zentralmassiv seien die Hotels nicht immer luxuriös, räumte Prudhomme ein. Geeignete Unterkünfte seien teilweise nur begrenzt verfügbar.