Vor 14 Jahren war Leogang fest in Schweizer Hand. An der Mountainbike-WM 2012 feierten die Männer im Cross-Country-Rennen einen Dreifach-Sieg. Nino Schurter gewann vor den Gebrüder Lukas und Mathias Flückiger.
Wenn der Weltcup dieses Wochenende wieder im Bundesland Salzburg gastiert, ist vom Trio nur noch einer auf der Rennstrecke anzutreffen. Schurter – er kommt für SRF hinter dem Mikrofon zum Einsatz – und Lukas Flückiger sind zurückgetreten, Mathias Flückiger hat derweil auch mit 37 Jahren noch nicht genug vom Mountainbike-Sport.
«Die Zeit ist ziemlich schnell vorbeigegangen», sagt Flückiger angesprochen auf den Dreifach-Triumph von anno dazumal. Lange hätte es geheissen, er sei noch jung und habe noch Zeit. Nun fragen ihn die Leute: «Wie lange fährst du noch?»
Physische Strecke
Leogang dürfte in den Bestrebungen Flückigers durchaus eine Rolle spielen. Schliesslich hat der Oberaargauer hier die meisten Erfolge seiner Karriere eingefahren. 2021 und 2022 gelang ihm in Leogang das Double aus Short Track und Cross Country. Und auch im vergangenen Jahr fuhr er in Leogang einen seiner zwei Saison-Podestplätze heraus.
Die Strecke komme ihm und seinen physischen Fähigkeiten entgegen. Die langen Aufstiege und die Tatsache, dass die Streckenführung immer wieder angepasst wird, spielen dem mittlerweile 37-jährigen Berner in die Karten.
Mässiger Auftakt
Beim Weltcup-Auftakt in Südkorea (15.) und zuletzt in Nove Mesto (12.) verpasste Flückiger ein Spitzenresultat. Grund zur Sorge bereitet dies dem dreifachen Vize-Weltmeister jedoch nicht. «Der 12. Platz in Nove Mesto war gut, da hatte ich noch einen Platten. Ich bin sehr zuversichtlich.»
Vielleicht hat Flückiger auch die Ereignisse vom Vorjahr im Kopf. 2025 reiste er ebenfalls ohne Spitzenergebnis nach Leogang. Bei widrigen Bedingungen fand er an seinem Lieblingsort aber zu alter Stärke zurück und fuhr auf Rang 2. Ob das auch heuer ein gutes Omen ist?