- Lisa Baumann fährt beim Downhill-Rennen in Lenzerheide als 2. auf das Podest.
- Die amtierende Europameisterin muss sich nur Anna Newkirk (USA), die den Kurs als letzte Fahrerin in Angriff nimmt, geschlagen geben.
- Für Baumann ist es der 2. Weltcup-Podestplatz in ihrer Karriere.
- Das Rennen der Männer können Sie hier live mitverfolgen.
Lisa Baumann durfte lange von ihrem ersten Weltcup-Sieg im Downhill träumen – und das ausgerechnet im Heimrennen in Lenzerheide. Die 24-Jährige stellte mit ihrer Fahrt eine neue Bestzeit auf, an der sich viele Konkurrentinnen die Zähne ausbissen. So auch die vierfache Weltmeisterin Valentina Höll, die alle bisherigen 3 Rennen gewonnen hatte. Die Österreicherin musste sich nach einem Fehler mit Platz 10 zufrieden geben.
Mit Newkirk siegt eine «Schweizerin»
Auch die Französin Myriam Nicole, dreifache Lenzerheide-Siegerin, stürzte und blieb chancenlos. Doch dann kam als letzte Athletin Qualifikations-Siegerin Anna Newkirk. Die US-Amerikanerin, die seit ihrem 7. Lebensjahr in der Schweiz wohnt und perfekt Schweizerdeutsch spricht, nahm Baumann 0,591 Sekunden ab. Newkirk führte die Entscheidung im untersten Sektor herbei, wo Baumann nicht ganz fehlerfrei geblieben war.
Damit warten die Schweizer Frauen auch nach der 10. Austragung weiterhin auf einen Sieg im Bündnerland. Baumann ist die 3. Schweizerin, die in Lenzerheide auf das Podest fahren konnte. Zuvor war dies bereits Camille Balanche und Emilie Siegenthaler gelungen, die jeweils ebenfalls Rang 2 erreicht hatten.
Es ist mega krass, es bedeutet mir so viel. Für mich ist es ein Heimweltcup, mein Heimweltcup.
Baumann trauerte dem verpassten Sieg aber keineswegs nach, im Gegenteil: Die Neuenburgerin freute sich ausgiebig über ihren Podestplatz: «Es war sehr knapp. Aber es ist mega cool, ich bin so glücklich. Es ist einfach so schön», sagte sie nach dem Rennen. Riesig war die Freude natürlich auch bei Newkirk: «Es ist mega krass. Für mich ist es ein Heimweltcup, mein Heimweltcup. Meine Familie und Freunde sind hier, es bedeutet mir so viel», sagte sie im breitesten Basler-Deutsch.