- Im italienischen La Thuile setzt sich Lokalmatadorin Martina Berta im Cross Country durch.
- Beste Schweizerin im Aostatal wird Ronja Blöchlinger auf Rang 5.
- Bei den Männern gewinnt der Franzose Luca Martin überlegen. Die Schweizer enttäuschen.
Der Cross-Country-Weltcup hat eine neue Siegerin: Ausgerechnet bei ihrem Heimrennen in La Thuile landete Martina Berta erstmals überhaupt zuoberst auf dem Podest. Die 28-jährige Italienerin übernahm im Aostatal auf der 3. der 7 Runden die Spitzenposition von der Schweizerin Ronja Blöchlinger und gab diese bis ins Ziel nicht mehr her.
Berta gewann schliesslich mit 12 Sekunden Vorsprung vor der US-Amerikanerin Savilia Blunk. Komplettiert wurde das Podium von der Österreicherin Laura Stigger, welche mit 55 Sekunden Rückstand auf Berta Dritte wurde.
Blöchlinger beste Schweizerin
Im fünften Cross-Country-Rennen der Saison schaffte es erstmals keine Schweizerin in die Top 3. Sina Frei und Blöchlinger starteten fulminant ins Rennen. Während Erstere aber schon bald leicht zurückfiel, hielt sich Blöchlinger bis in die 3. Runde an der Spitze, ehe sie von Berta abgelöst wurde. In der Folge kämpfte die 25-Jährige bis zum Schluss noch um ihren zweiten Weltcup-Podestplatz, am Ende resultierte für Blöchlinger aber hinter der Weltcup-Leaderin Jenny Rissveds (SWE) Platz 5.
Direkt hinter Blöchlinger überquerte Frei als Sechste die Ziellinie. Alessandra Keller, Nicole Koller, Jolanda Neff und Ramona Forchini belegten in dieser Reihenfolge die Positionen 8 bis 11.
Martin doppelt nach – Schweizer schwer geschlagen
Bei den Männern feierten die Franzosen gleich einen Dreifach-Sieg. Luca Martin, der bereits vor einer Woche in Lenzerheide triumphiert hatte, gewann mit über einer Minute Vorsprung vor seinen Landsmännern Mathis Azzaro und Adrien Boichis. Damit baute Martin seinen Vorsprung im Gesamtweltcup weiter aus. Für die Franzosen ist es der erste Dreifach-Sieg im Cross Country seit 2016.
Aus Schweizer Sicht verlief das Rennen ernüchternd. Schon auf den ersten Runden zeichnete sich ab, dass keiner der 13 gestarteten Schweizer in den Kampf um die Podestplätze eingreifen würde. Im Gegenteil: Zum ersten Mal seit 24 Jahren (!) schaffte es kein Schweizer in die Top 10. Fabio Püntener klassierte sich als bester Swiss-Cycling-Athlet mit über vier Minuten Rückstand auf dem 12. Platz.
Bereits in einer Woche stehen im andorranischen Pal Arinsal die nächsten Weltcup-Rennen an.