- Marlen Reusser (Movistar) gewinnt das Zeitfahren der Tour de Suisse in Aarburg in 29:36 Minuten und schlüpft nach der 4. Etappe ins Gelbe Trikot.
- Nur Zoe Bäckstedt (Canyon/Sram) kann mit Reusser mithalten. Sie verliert als Zweite 11 Sekunden auf die Weltmeisterin.
- Am Sonntag steht die Königsetappe der Tour de Suisse mit Start und Ziel in Villars-sur-Ollon auf dem Programm.
Rund 10 Minuten, bevor Weltmeisterin und Topfavoritin Marlen Reusser die 23,8 Kilometer des Zeitfahrens unters Rad nahm, erreichte Zoe Bäckstedt Aarburg mit einer Fabelzeit. Die Britin hatte schon am Freitag dank eines unwiderstehlichen Antritts im Schlusssprint in Bad Ragaz reüssiert. Nun meldete sie auch Ambitionen an auf den Tagessieg beim Kampf gegen die Uhr.
Aber Reusser wollte es sich nicht nehmen lassen, mit dem Regenbogentrikot der Weltmeisterin das Zeitfahren an der Tour de Suisse zu gewinnen. Die 34-Jährige rollte von der Startrampe und begab sich auf eine Mission: Schon bei der ersten Zwischenzeit lag sie 5 Sekunden vor Bäckstedt. Dank starker Einteilung des Rennens baute sie den Vorsprung auf das 21-jährige Talent kontinuierlich aus und erreichte das Ziel mit einem Vorsprung von 11 Sekunden.
Neu in Gelb unterwegs
Dank dieser Leistung durfte Reusser sich Hoffnungen machen, ihr starkes Zeitfahren mit dem Gelben Trikot zu krönen. Leaderin Elisa Longo Borghini vom Team UAE ADQ war mit einem Vorsprung von 55 Sekunden auf Reusser ins Zeitfahren gestartet – was ihr aber nicht reichte. Longo Borghini fuhr zwar die fünftschnellste Zeit, verlor aber 1:04 Minuten auf Reusser und das Gelbe Trikot an die Bernerin.
Etwas im Schatten Reussers steht die Leistung von Jasmin Liechti. Die 23-jährige Nexetis-Fahrerin brauchte für die 23,8 Kiometer 1:16 Minuten länger als ihre Landsfrau und verpasste als 11. die Top 10 denkbar knapp. Auch sie hatte schon in Bad Ragaz auf sich aufmerksam gemacht mit dem 5. Rang im Sprint.
So geht es weiter
Die 5. und letzte Etappe der Tour de Suisse am Sonntag hat es in sich. Start- und Zielort ist Villars-sur-Ollon im Unterwallis. Eine gut 50 Kilometer lange Runde mit dem Col de la Croix als Hauptanstieg wird zwei Mal befahren. Total sind rund 3000 Höhenmeter zu bewältigen.