Schurters Kampf gegen Absalon

Am Samstag strebt Nino Schurter an der Mountainbike-WM in Norwegen seinen insgesamt 4. Weltmeistertitel in der Disziplin Cross Country an. Dabei wird der Weg einmal mehr über seinen Dauerrivalen Julien Absalon aus Frankreich führen. Dessen letzter WM-Titel liegt allerdings 7 Jahre zurück.

Nino Schurter am Weltcup in Mont-Sainte-Anne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bekanntes Bild Nino Schurter (links) liegt vor seinen Konkurrenten an der Spitze des Rennens. Keystone

Einen ersten Erfolg konnte Nino Schurter an der WM im norwegischen Hafjell bereits verbuchen. Im Team-Wettkampf holte er sich am Mittwoch an der Seite von Jolanda Neff, U23-Fahrer Andri Frischknecht und Junior Filippo Colombo die Silbermedaille. Am Samstag will er seinem Palmares ein 4. WM-Einzelgold hinzufügen.

Schurter als Dominator der letzten Jahre

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TV-Hinweis

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Verfolgen Sie das Cross-Country-Rennen der Männer am Samstag ab 15:05 Uhr live.

Betrachtet man die letzten Jahre, ist das Ziel WM-Gold nicht nur realistisch, sondern fast schon Pflicht für Schurter. Der Bündner dominiert die Mountainbike-Szene in der Disziplin Cross Country wie kein anderer. In den letzten 4 Saisons holte sich Schurter 3-Mal den Sieg im Gesamtweltcup. 2012 und 2013 gelang es ihm, die perfekte Jahresleistung mit dem WM-Titel zu krönen (2012 sogar noch mit Silber an Olympia).

Rekordsieger Absalon

Trotz der Dominanz der vergangenen Jahre ist Schurter nicht der erfolgreichste Fahrer im aktuellen WM-Feld. Der Franzose Julien Absalon ist der Einzige, der dem Schweizer in Bezug auf Erfolge noch einen deutlichen Schritt voraus ist (2-facher Olympiasieger, 4-facher Weltmeister). Allerdings liegen diese Glanzpunkte allesamt einige Jahre zurück. Zu oft zog Absalon in der jüngeren Vergangenheit gegen Schurter den Kürzeren.

Offener Kampf

Nicht so im laufenden Jahr. Nach einer schwachen Saison 2012 mit dem 6. Schlussrang im Gesamtweltcup und dem 2. Schlussrang 2013 (mit grossem Punkte-Abstand auf Schurter) ist der 34-jährige Absalon heuer wieder erstarkt und holte sich die Jahreswertung vor Schurter.

Die Entscheidung am Samstag wird für den Schweizer also einmal mehr über den Franzosen führen. «Ich sehe Julien als grössten Konkurrenten. Die letzten Rennen haben gezeigt, dass wir uns immer stark bekämpfen mussten», betont der in Chur wohnhafte Schurter. Mit 4 Siegen und einem 2. Platz im Weltcup hat aber auch der Schweizer ein deutliches Zeichen gesetzt.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 03.09.14 22:20 Uhr