- Remco Evenepoel gewinnt das einzige Einzelzeitfahren der diesjährigen Tour de France.
- Der Zeitfahr-Weltmeister nimmt Gesamt-Leader Tadej Pogacar auf den 26 Kilometern von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains 28 Sekunden ab.
- Mit Florian Lipowitz muss nach Jonas Vingegaard der nächste Topfahrer die Tour aufgeben.
Remco Evenepoel (Red Bull – Bora-hansgrohe) hat nach seinem Sieg am Sonntag erneut zugeschlagen. Im Zeitfahren im Rahmen der 16. TdF-Etappe wurde der Belgier seiner Favoritenrolle gerecht. Auch Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) hatte der starken Leistung des Zeitfahr-Weltmeisters nichts entgegenzusetzen. Der Slowene wurde 28 Sekunden hinter Evenepoel Zweiter.
Im Gesamtklassement liegt er indes immer noch komfortabel vorn: 4:32 Minuten beträgt der Vorsprung Pogacars auf seinen ersten Verfolger Evenepoel. Dritter auf den coupierten 26 Kilometern von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains am Genfersee wurde der Däne Mattias Skjelmose (+ 1:04 Minuten).
Lipowitz nach Sturz zu Aufgabe gezwungen
Im Red-Bull-Team herrschte nach dem Rennen allerdings nicht nur eitel Freude: Florian Lipowitz, vor der Etappe 5. im Gesamtklassement, musste die Tour nach einem Sturz aufgeben. Der Deutsche nahm eine Rechtskurve mit zu hohem Tempo und kam zu Fall. Er prallte in der Folge unglücklich mit der Schulter voran in den Randstein und brach sich dabei das Schlüsselbein.
Mit dem 25-Jährigen musste ein zweiter Podestfahrer der letztjährigen «Grande Boucle» vorzeitig die Segel streichen. Am Sonntag hatte es bereits Jonas Vingegaard erwischt. Auch er erlitt einen Schlüsselbeinbruch.
Voisard rückt in die Top 10 vor
Von Lipowitz' Ausscheiden profitierte mit Yannis Voisard auch ein Schweizer: Der Tudor-Fahrer stiess auf Gesamtrang 10 vor. Voisard schlug sich vor allem in der zu absolvierenden Steigung der 2. Kategorie wacker und fuhr mit etwas mehr als drei Minuten Rückstand auf Evenepoel auf Rang 23.
Gleich hinter dem Jurassier erzielte auch Mauro Schmid (Jayco AlUla) ein mehr als ansprechendes Ergebnis. Dies, obwohl das Zeitfahren nicht auf ihn zugeschnitten war. Der Etappensieger vom letzten Freitag freut sich auf die letzten Tage der Tour. «Ich bin zufrieden, wie ich mich am Ruhetag erholt habe und fühle mich frisch», so Schmid im Interview.
So geht's weiter
Am Mittwoch geht es auf der 17. Etappe auf mehrheitlich flachem Terrain von Chambéry nach Voiron. Knapp 175 Kilometer sind zu absolvieren.