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Auftakt zum CSIO St. Gallen Dank überragendem Smith: Die Schweiz triumphiert im Nationenpreis

Die Schweiz lanciert den CSIO St. Gallen mit einem Sieg im Nationenpreis perfekt – Jason Smith empfiehlt sich dabei für die WM.

Am Ende wurde es im Gründenmoos nochmals richtig spannend. Vor dem letzten Schweizer Ritt war klar: Bleibt Steve Guerdat fehlerlos, gewinnt die Schweiz den Nationenpreis am CSIO St. Gallen. Der Olympiasieger von 2012 blieb denn auch ohne Abwurf, allerdings auch 2 Zehntelsekunden über der geforderten Zeit von 75 Sekunden.

Damit musste er einen Strafpunkt hinnehmen und der Heimsieg war noch nicht in trockenen Tüchern. Denn der Brite Jack Whitaker hätte mit einem makellosen Schlussritt noch ein Stechen erzwingen können. Doch der 24-Jährige hielt dem Druck nicht stand und bescherte der Schweiz mit Martin Fuchs, Jason Smith, Alain Jufer und Guerdat den Triumph im Nationenpreis. Grossbritannien fiel noch hinter Österreich auf Rang 3 zurück.

Smith mit WM-Empfehlung

Den Grundstein zum Schweizer Sieg hatte allerdings nicht Guerdat, sondern Smith gelegt. Der 35-Jährige blieb auf Picobello bei seinem 1. Auftritt für die Schweiz im Nationenpreis von St. Gallen in beiden Durchgängen fehlerlos. Damit gab der gebürtige Schotte, der seit 2024 für die Schweiz reiten darf, seine Visitenkarte für das WM-Ticket in Aachen ab.

Leicht höher wird der Selektionsdruck für Jufer lasten. Der Jurassier hatte im Winter-Halbjahr mit Dante die Qualifikation für den Weltcupfinal geschafft, verzichtete aber auf die Reise in die USA, um den Wallach zu schonen. Im ersten Umlauf kam kurz vor Schluss ein Abwurf, in der Reprise misslang ihm die Schlusslinie mit gleich drei Fehlern.

Jufer und Co. müssen zittern

Jufer und Smith ritten ihre Top-Pferde Dante und Picobello und wollen sich mit einer starken Leistung für das WM-Team in Aachen empfehlen, wo im August bereits die erste Tranche der Olympia-Tickets 2028 für Los Angeles vergeben wird. Fuchs und Guerdat, die mit ihrem Können und Beritt für die Top-Events gesetzt sein dürften, lassen an diesem Wochenende für St. Gallen ihre Top-Pferde Leone Jei und Dynamix im Stall. Fuchs brachte 8 und 0 Strafpunkte ins Ziel, Guerdat 4 und 1.

Jufer und Smith müssen ihren Platz im WM-Team primär gegen Nadja Peter Steiner mit Mila, Barbara Schnieper auf Canice oder Edouard Schmitz mit Gamin behaupten. Noch hat der Equipenchef Peter van der Waaij aber gut einen Monat Zeit. Mit den Fünfsterne-Events in La Baule, Rotterdam und Falsterbo stehen ihm drei weitere hochkarätige Test-Wochenende zur Verfügung. Sofern Smith und Picobello fit bleiben, dürfte Van der Waaij mit Smith aber bereits jetzt einen dritten Namen fix auf der Liste haben.

CSIO St. Gallen

SRF info, sportlive, 4.6.2026, 17:30 Uhr ; 

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