America's Cup verkommt zur Farce

Da das italienische Segel-Team Luna Rossa seine Drohung wahr gemacht und die erste Wettfahrt der Herausforderer-Runde boykottiert hat, stand mit dem Emirates Team New Zealand nur ein Boot im Einsatz.

Das Emirates Team New Zealand in San Francisco. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Allein auf weiter Flur Das Emirates Team New Zealand in San Francisco. Keystone

Weil Luna Rossa verzichtete und die schwedische Artemis-Mannschaft nach dem Tod ihres Crew-Mitglieds Andrew Simpson noch ohne Boot ist, ging am Sonntag nur das Emirates Team New Zealand auf das Wasser und holte sich kampflos den ersten Punkt.

Die Neuseeländer nahmen die Spazierfahrt mit Humor. «Halbzeit der 1. Wettfahrt. Keine Überraschung, wir führen im Rennen gegen uns selbst», twitterte das Team während des Rennens zum Auftakt der mehrwöchigen Wettfahrten, in der der Herausforderer von Titelverteidiger Oracle Racing (USA) ermittelt wird. Das Final beginnt im September.

Hintergrund des Streits ist eine Regeländerung, die nach Simpsons Trainings-Unfall beschlossen wurde. Demnach sind nun grössere Trimmklappen am Ruder erlaubt. Die Italiener sehen das als Vorteil für das US-Team Oracle und bezweifeln, dass die Neuerung der Sicherheit dient, wie es Regattadirektor Iain Murray behauptet.