Holmlund drohen bleibende Schäden

Die schwedische Skicrosserin Anna Holmlund hat sich bei ihrem Sturz im Training für den Weltcup in Innichen offenbar noch schwerer verletzt als zunächst vermutet.

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Bildlegende: Anna Holmlund. Imago

Wie der schwedische Mannschaftsarzt Jakob Swanberg der Tageszeitung Aftonbladet mitteilte, sei das «Ergebnis nach weiteren Untersuchungen niederschmetternd». Bei Holmlund bestehe «ein grosses Risiko auf bleibende Schäden».

Bei der 29-Jährigen waren in einer ersten Diagnose Hirnblutungen festgestellt worden. Später wurde nach Angaben des Mediziners diagnostiziert, dass ihr Hirn angeschwollen ist, zudem habe sie massive Gesichtsverletzungen erlitten.

«  Anna ist verdammt stark. Sie hat uns schon früher überrascht. »

Jakob Swanberg
Mannschaftsarzt Schweden

Holmlund war am Dienstag im Training in Innichen schwer gestürzt. Die Olympiadritte von Sotschi wurde nach dem Unfall, bei dem sie hart mit dem Kopf aufgeschlagen war, bewusstlos ins Krankenhaus nach Bozen gebracht und dort operiert. Sie liegt weiter im Koma. Man müsse die weitere Entwicklung nun abwarten, so Swanberg, der aber auch Hoffnung ausdrückte: «Anna ist verdammt stark. Sie hat uns schon früher überrascht.»

Holmlund ist einer der grossen Stars der Skicross-Szene. Bei 67 Starts im Weltcup stand sie 33 Mal auf dem Podest, 19 Rennen gewann sie. Bei der WM 2011 war die Schwedin Dritte, in Sotschi 2014 holte sie Olympia-Bronze. Zudem sicherte sie sich zweimal den Gesamtweltcup.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Abendbulletin, 20.12.16, 19:45 Uhr