Zum Inhalt springen

Header

Video
Noé Roth und Pirmin Werner stellen sich vor
Aus Sport-Clip vom 06.03.2020.
abspielen
Inhalt

Noé Roth und Pirmin Werner Hoch hinaus: Schweizer Duo greift nach dem Aerials-Weltcup

Die beiden Ski-Freestyler Noé Roth und Pirmin Werner sind Weltspitze. Beide könnten am Sonntag in Krasnojarsk (Russland) den Aerials-Weltcup gewinnen.

Sie sind erst 19 und 20 Jahre alt, gehören aber bereits zu den Besten ihres Fachs: Noé Roth und Pirmin Werner. Die beiden Ski-Freestyler erleben derzeit ihre bisher beste Saison der Karriere. Roth stand bei 3 von 6 Weltcup-Springen auf dem Podest und ist vor dem letzten Wettkampf Leader im Weltcup.

Nur 26 Punkte dahinter liegt sein Teamkollege Pirmin Werner. Er ist auch deshalb so gut platziert, weil er vor einer Woche in Almaty (Kasachstan) erstmals überhaupt auf ein Weltcup-Podest sprang. «Das war unglaublich. Ich sprang im Training nicht gut und machte mir keine grossen Hoffnungen. Deshalb war's umso schöner», sagt Werner.

Aerials-Weltcup vor dem letzten Event*

1. Noé Roth (SUI)286 Punkte
2. Maxim Burow (RUS)273 Punkte
3. Pirmin Werner (SUI)260 Punkte
4. Pawel Krotow (RUS)254 Punkte
5. Qi Guangpu (CHN)222 Punkte

* Die Punktevergabe ist gleich wie im Alpinen Weltcup:
1. Platz: 100 Punkte, 2. Platz: 80 Punkte, 3. Platz: 60 Punkte, usw.

Dass Werner dieses Wochenende um den Sieg im Weltcup mitspringt, kommt ohnehin überraschend. Vor einem Jahr zog sich der Zürcher an der WM einen Kreuzbandriss zu und musste die Saison vorzeitig beenden. «Ich hoffte eigentlich einfach, dass ich diesen Winter gut überstehe und normal springen kann», sagt Werner.

Video
28.02.2020: Pirmin Werner springt erstmals auf ein Weltcup-Podest
Aus Sport-Clip vom 28.02.2020.
abspielen

Nun kämpft er wie Noé Roth, der bereits letzte Saison seinen Durchbruch hatte, um den Sieg im Weltcup. Beide haben als Kind Kunstturnen betrieben, verloren dann aber die Freude daran. Mit dem Wechsel zum Kunstfliegen fanden die beiden ihre neue Leidenschaft.

Über Aerials

Textbox aufklappenTextbox zuklappen

Im Aerials katapultieren sich die AthletInnen über eine 4 Meter hohe Schanze bis zu 15 Meter in die Luft. Sie drehen dabei dreifache Saltos mit bis zu fünf Schrauben. Pro Wettkampf gibt es zwei Sprünge, wobei die Punktzahl addiert wird.

Seit 1994 ist die Disziplin olympisch. Erster Olympia-Sieger in Lillehammer war der Schweizer Andreas «Sonny» Schönbächler. Das zweite und bisher letzte Schweizer Aerials-Gold holte Evelyne Leu 2006 in Turin.

Während Werner erst mit 14 Jahren die Sportart Aerials entdeckte, ist Roth quasi an der Sprungschanze aufgewachsen. Bereits die Eltern waren Skiakrobaten. Seine Mutter Colette Roth-Brand gewann an den Olympischen Spielen 1998 in Nagano Bronze.

Vater Michel Roth ist heute der Cheftrainer des Nationalteams. Eine spezielle Konstellation, könnte man meinen. Doch der Junior verneint: «Im Training ist er mein Trainer, zuhause mein Vater. Wir können das gut trennen.»

Der Vater ist auch der Trainer: Noé Roth und der Schweizer Nationaltrainer Michel Roth.
Legende: Der Vater ist auch der Trainer Noé Roth und der Schweizer Nationaltrainer Michel Roth. Keystone

In Krasnojarsk (Russland) steht am Sonntag das Saison-Finale der Aerials-Athleten bevor. Die jungen Schweizer streben dabei beide eine Premiere an: ihren ersten Sieg im Weltcup. Ein solcher fehlt den beiden trotz bisher starken Resultaten nämlich noch.

«Hoffentlich kommt er dieses Wochenende. Wenn man den Weltcup gewinnen will, muss fast ein Sieg her. Aber es wird schwierig», sagt Weltcup-Leader Roth. Und der derzeit drittplatzierte Werner fügt an: «Die Tagesform muss stimmen. Aber wir haben beide das Potenzial zum Sieg.»

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 25.02.2019, 18:45 Uhr

cmu

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen