Sportveranstalter ziehen Konsequenzen aus Boston-Anschlag

Nach dem Bomben-Anschlag beim Boston-Marathon haben mehrere Sportveranstalter angekündigt, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen. Zudem wurden zahlreiche Sportanlässe in und um Boston abgesagt.

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Bombenanschläge beim Boston Marathon («tagesschau»)

8:22 min, aus Tagesschau vom 16.4.2013

Unmittelbar nach den Bomben-Explosionen beim Boston-Marathon sind die Spiele der Profiklubs Boston Bruins (NHL) und Boston Celtics (NBA) abgesagt worden. Die NHL-Begegnung zwischen den Bruins und den Ottawa Senators, die am Montag angesetzt war, soll nachgeholt werden. Die Basketball-Partie zwischen den Celtics und den Indiana Pacers vom Dienstag wurde hingegen ersatzlos gestrichen.

Marathon in London findet plangemäss statt

Trotz des Anschlags sollen die beiden Marathonläufe in London und Nagano am kommenden Sonntag wie geplant stattfinden. «Wir werden die Sicherheitsvorkehrungen in Zusammenarbeit mit den Organisatoren neu bewerten», teilte Julia Pendry von der Metropolitan Police mit.

Auch die Veranstalter des Berlin-Marathons, der am 29. September stattfinden wird, wollen nach dem Anschlag in Boston ihr Sicherheitskonzept überprüfen. «Wir stehen in ständigem Austausch mit den anderen Organisatoren und werden alles für die Sicherheit tun, aber 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht», sagte Renndirektor Mark Milde.

Russland «gewarnt»

Die Organisatoren der Leichtathletik-WM von Moskau (10.-18.08.) kündigten ebenfalls eine Verschärfung der Sicherheitsmassnahmen an. Die vorgesehenen Standards seien zwar schon hoch, doch nun werde man noch härtere Massnahmen ergreifen, sagte Valentin Balachnitschow, Präsident des russischen Verbandes. «Für Russland, das bald einige sportliche Grossereignisse ausrichten wird, ist das eine ernstzunehmende Warnung», wurde Sportminister Witali Mutko von der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert.