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4. Sieg in Rekordzeit Trotz Quallenstich: Ryf triumphiert erneut auf Hawaii

Sie war auch 2018 nicht zu stoppen: Daniela Ryf gewinnt die Ironman-WM auf Big Island zum 4. Mal in Folge.

Legende: Video Zusammenfassung von Ryfs Rekord-Rennen abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.10.2018.

Daniela Ryf wollte auf Hawaii ein Rennen zeigen, «an das sich die Leute erinnern werden.» Das ist ihr gelungen – und wie! Die Solothurnerin lief nach 8:26:16 Stunden ins Ziel und pulverisierte damit ihren eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2016 um unfassbare 20 Minuten.

Das waren die schmerzhaftesten 3,8 km meines Lebens.
Autor: Daniela Ryfzum Schwimmen nach dem Quallenstich

Bei ihrem 4. Sieg in Folge verwies Ryf wie schon im Vorjahr Lucy Charles auf Platz 2. Die Engländerin kam über 10 Minuten nach der Schweizerin in Kona an. Ryf stiess mit ihrer Leistung – bei den Männern wäre sie 25. geworden – in ganz neue Sphären vor. Dabei hatte das Rennen denkbar schlecht begonnen:

  • Unmittelbar vor dem Start zum Schwimmen wird Ryf unter den Armen von einer Qualle gestochen. Trotz Schmerzen kämpft sie sich über die 3,8 km, steigt aber mit 10 Minuten Rückstand auf Charles aus dem Wasser. «Das waren die schmerzhaftesten 3,8 km meines Lebens», sagt Ryf im Ziel.
Daniela Ryf zeigt einen ihrer Quallenbisse.
Legende: Aua! Daniela Ryf wurde unter beiden Armen von einer Qualle gestochen. SRF
  • Auf dem Rad, Ryfs Paradedisziplin, zeigt die Schweizerin eine phänomenale Leistung. Auf dem letzten Viertel der 180 km übernimmt sie erstmals die Führung. Die Radstrecke absolviert sie in unglaublichen 4:26 Stunden. Das sind 18 Minuten schneller als Landsfrau Karin Thürig 2011 und 2 Minuten schneller als Patrick Lange bei seinem Sieg im Vorjahr.
  • Auf der abschliessenden Marathon-Strecke gerät Ryfs Sieg nicht mehr in Gefahr. Ihre Reserve auf Charles baut sie bis ins Ziel kontinuierlich von gut 3 auf gut 10 Minuten aus. Ryf bewältigt die 42,195 km in überragenden 2:57:05 Stunden.

Ryf hat mit ihrem neuerlichen Triumph ihren Legenden-Status auf Hawaii zementiert. 4 Siege in Folge waren zuvor einzig Paula Newby-Fraser gelungen (1991-1994). Nur noch 2 Frauen haben mehr Siege auf dem Konto: Newby-Fraser (8) und Natascha Badmann (6).

Männer: Lange knackt magische Marke

Bei den Männern ging der Sieg zum 5. Mal in Serie nach Deutschland. Vorjahresgewinner Patrick Lange setzte sich auch in diesem Jahr durch. Auch er stellte einen neuen Streckenrekord auf. In 7:52:39 Stunden blieb er als Erster überhaupt auf Hawaii unter der 8-Stunden-Marke.

Bester Schweizer wurde Ruedi Wild auf Rang 14. Er lief unmittelbar vor dem überraschenden Hawaii-Debütanten Philipp Koutny ein. Jan van Berkel wurde 24., Ronnie Schildknecht gab auf der Marathon-Strecke auf.

Legende: Video Ryf lässt der Konkurrenz auf Hawaii keine Chance abspielen. Laufzeit 04:51 Minuten.
Aus sportpanorama vom 14.10.2018.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin, 14.10.18, 07:03 Uhr

25 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Ha, Ha, vor dem Schwimmen einen Quallenbiss, vor dem Velofahren einen Wespenstich und vor dem Marathon einen Mückenschwarm... Dann geht das beim nächsten mal noch schneller!! Hoffentlich fällt die Dopingprobe dann aber nicht positiv aus ;-) Man weis ja nie was da in diesen Bistern steckt.
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Toll, dass diese wohl beste weibliche Sportlerin der Schweiz auf ihrem Wettkampfoutfit unübersehbar zeigt, welches ihr Heimatland ist. Bei ihrem männlichen Schweizer Superstar (und mehrfachen Weltsportler) sieht man nicht einmal ein kleines Schweizerkreuz.
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    1. Antwort von René Ruf (RenéR)
      "beste weibliche Sportlerin der Schweiz" - aktuell oder insgesamt? In der Vergangenheit gab es gewiss die eine und andere CH-Sportlerin mit noch mehr internationalen Erfolgen bzw. ausserordentlichen Leistungen. Wie sie sicher wissen, Tennisprofis dürfen ein solches Outfit wie Daniela Ryf gar nicht tragen. Auch bei einem allfälligen "kleinem Schweizerkreuz" kann RF nicht die freie Wahl beanspruchen.
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    2. Antwort von Martin Gebauer (Gebi)
      @Ruf: Ryf dominiert ihren Sport wie es keine andere vor ihr tat und zwar über alle Sportarten hinweg und weltweit. Sie ist nur zu schlagen wenn unvorhersehbare Ereignisse eintreten. Es wird Zeit, dass ihr endlich der Respekt zuteil wird, den sie verdient. Leider haben die wenigsten Leute nur einen Hauch Ahnung was Triathlon eigentlich ist. Daniela wird das, zumindest in der Schweiz, korrigieren.
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    3. Antwort von S B (SNB)
      Lieber Herr Gebauer Ich wünschte, dass sie das würde. Jedoch zeigt der Fall Natascha Badmann, dass es wahrscheinlich nicht passieren wird. Ich möchte mich nicht als Besserwisser aufspielen, doch sie gewann als Schweizerin Hawaii sogar sechs mal.
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  • Kommentar von Mattias Derungs (Mattias Cristian Derungs)
    Diese Velozeit mit über 40 km/h Schnitt ist ja bereits abartig, auch bei idealen Bedingungen (wenig Wind und normalen Temperaturen), und dann noch eine Marathonzeit, deutlich unter 3 Stunden zu laufen, schlicht und einfach genial, grosser Respekt!! Vielleicht hat der Zwischenfall mit der Qualle beim Schwimmen tatsächlich auch einen Einfluss gehabt auf die zwei nachfolgenden Disziplinen, sprich den notwendigen Adrenalinschub dazu beigesteuert! Herzliche Gratulation zu diesem phänomenalen Sieg!!!
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Abartig ist hier gar nichts!
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    2. Antwort von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
      Doch ihre Frechheit Herr Graf!
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    3. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr Gutknecht, "abartig" ist eine negativ gefärbte Beschreibung für "abweichend", entspricht also "pervers". Also bleibe ich dabei, dass bei der Leistung von Daniela Ryf gar nichts abartig ist, insbesondere nicht die Performance auf dem Velo. Davon abgesehen, frage ich mich, ob die Netiquette für Sie, Herr Gutknecht, auch gilt.
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    4. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Und übrigens, Herr Gutknecht: Wessen Frechheit, die Ihrer Meinung nach abartig sein soll, meinen sie mit "ihre" (klein geschrieben) Frechheit?
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