Zum Inhalt springen
Inhalt

Mehr Sport Yoga – der Trend als Sportart

Die ursprünglich aus Indien stammende Tradition wird von schätzungsweise 250 Millionen Menschen weltweit praktiziert. Yoga ist längst nicht mehr das, was es einst war. Yoga boomt.

Legende: Video Sport oder Meditation? Der unglaubliche Boom von Yoga abspielen. Laufzeit 07:24 Minuten.
Aus sportlounge vom 24.08.2015.

Heute gibt es sogar Yoga-Meisterschaften, bei denen sich die Athleten um die schönste Yoga-Pose messen. Ein Bericht des Bundesamtes für Sport zeigt: Leute die Yoga machen, tun dies durchschnittlich 45 Tage im Jahr – das ist gleich viel, wie Fussball trainiert wird. Was in Indien entstand, ist heute ein globaler Trend. Kann man Yoga als neuen Volkssport bezeichnen?

Legende: Video Schläpfer: «Bin sehr ehrgeizig» abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 25.08.2015.

Wettkampf und Yoga – passt das?

Ginge es nach Timotheus Schläpfer, würde Yoga bereits zu den Olympischen Disziplinen gehören. Er gewann die Schweizer Yoga-Meisterschaft und will die Popularität dieser umstrittenen Sportart fördern.

«Meine Vision ist, dass Yoga so selbstverständlich wird wie Fussball», meint Schläpfer. Mit seinem Sieg im vergangenen Jahr qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft in London, bei der er gegen 107 Athleten und Athletinnen antrat.

Legende: Video Schläpfer: «Yoga ist eine Lebensweise» abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 25.08.2015.

Wettkampf und Yoga, diese Kombination passt für viele nicht zusammen. Für Timotheus Schläpfer hingegen schon: «Ich bin eine sehr ehrgeizige Person und die Meisterschaften sind eine gute Form, diesen Ehrgeiz besser kennenzulernen.»

Bei den Meisterschaften geht es um die bestmöglichste Ausführung der Yoga-Posen. Während 3 Minuten führen die Athleten 7 verschiedene Stellungen vor. Die Jury bewertet dann die Posen nach Flexibilität, Timing und Stillhalten.

Michelle Gisin kommt ins Schwitzen

Ein Blick in die Trainingsräume der Spitzensportler zeigt: Das Yoga hat auch dort seinen Platz gefunden. Die Skirennfahrerin Michelle Gisin praktiziert seit 2 Jahren Yoga und hat es zum Aufwärmritual im Team gemacht.

Legende: Video Gisin: «Erstrebenswert, in den Flow-Zustand zu kommen» abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 25.08.2015.

«Ich habe meine Teamkolleginnen schon oft mit Yoga zum Schwitzen gebracht – und das sind Spitzensportlerinnen», sagt Gisin.

Aus ihrer Sicht sei Yoga Sport. Auch als Ergänzung ist Yoga für die Skirennfahrerin wichtig: «Das Ziel im Skisport ist es, in einen Fluss zu kommen – um diesen zu erreichen hilft es, ihn zuerst auf der Yoga-Matte zu erleben.»

Sendebezug: SRF zwei, «sportlounge», 25.08.15, 22:25 Uhr

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz Huber, Bülach
    Da es im Yoga darum geht, an sich selber zu arbeiten, und auch zu lernen, sich eben gerade nicht dauernd mit anderen zu vergleichen,machen Wettkämpfe im Yoga keinen Sinn. Sondern stehen von mir aus gesehen im direkten Widerspruch zur Philosophie des Yoga. Wenn ich Artisten sehen möchte, gehe ich in den Cirque du Soleil. Wenn ich etwas für meine Fitness und Gesundheit machen möchte, dann ist Yoga ein sehr ausgewogene Art der körperlichen Ertüchtigung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Die höheren Stufen des Yoga kann man nur mit Asanas nie erreichen, genauso wie das wirkliche Verständnis der inneren Kampfkünst z. B. Tai Chi Chuan. Mit wirklich tiefer Kontemplation hat dies nichts zu tun. aber Gesund ist es allemal. Es ist eigentlich nichts anderes als gute Dehnungsübungen vielleicht noch kombiniert mit der Atmung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen