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2:1-Erfolg in der Overtime Hughes schiesst Kanada ins Verderben und die USA zum Olympiasieg

  • Die USA bezwingen Kanada in einem hochklassigen Eishockey-Olympiafinal in Mailand mit 2:1 nach Verlängerung.
  • Jack Hughes von den New Jersey Devils avanciert in der 2. Minute der Overtime zum Gold-Schützen.
  • Für die USA ist es der erste Olympia-Titel seit dem «Miracle on Ice» vor 46 Jahren.

Kurz vor Schluss des 3. Drittels drohte Jack Hughes, die tragische Figur des Olympiafinals zu werden. Der Stürmer der New Jersey Devils wanderte in der 57. Minute beim Stand von 1:1 wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Seine US-Teamkollegen, allen voran Goalie Connor Hellebuyck, stemmten sich aber mit Erfolg gegen das drohende 1:2 – und so musste die Verlängerung über den Ausgang dieses verrückten Eishockey-Spiels entscheiden.

Werenski auf Hughes – Gameover

Nach einer Verschnaufpause aufgrund der Eisreinigung kehrten die Protagonisten zurück aufs Feld der Santagiulia Arena und das Spektakel fand sofort seine Fortsetzung. Nach wenigen Sekunden in der Overtime bewahrte Jordan Binnington die Kanadier mit einer Top-Parade gegen Quinn Hughes noch vor dem K.o.

Etwas mehr als eine Minute später war der Kanada-Goalie gegen Quinns Bruder Jack Hughes aber machtlos. Nathan MacKinnon verpasste es, Zach Werenski von der Scheibe zu trennen. Letzterer bediente den anbrausenden Jack Hughes, der Binnington auf der Fanghandseite überlistete und für Ekstase auf der US-Bank sorgte. Ausgerechnet Hughes avancierte zum Gold-Schützen – er, der aufgrund einer Verletzung bis wenige Tage vor Olympia-Start um die Teilnahme hatte bangen müssen.

Kanada vergibt Hundertprozentige

Den US-Amerikanern wird es komplett egal sein, dass sie im Final dem Erzrivalen speziell ab dem 2. Drittel inferior gewesen waren. Nachdem Matt Boldy die USA bereits in der 6. Minute mittels schönem Solo in Führung gebracht hatte, übernahm Kanada mit Fortlauf des Spiels immer mehr die Initiative.

Es dauerte jedoch bis in die 39. Minute und bis zum 25. kanadischen Abschluss, ehe Cale Makar mit einem perfekten Handgelenkschuss doch noch einen Weg am überragend aufgelegten Hellebuyck vorbei fand.

Im Schlussabschnitt kamen die Kanadier dem 2:1 wiederholt nahe – sehr nahe:

  • 42. Minute: Mitchell Marner kurvt vor dem Slot der USA herum und bedient dann mustergültig Devon Toews, der sich direkt vor Hellebuyck positioniert. Der US-Schlussmann verhindert mit seinem Stock aber in extremis das zweite Gegentor.
  • 50. Minute: Macklin Celebrini findet mit seinem Querpass vor dem Slot MacKinnon, der jedoch überhastet abschliesst und das leere Tor verfehlt.

USA beenden Durststrecke

Die mangelnde Chancenauswertung sollte die Kanadier noch teuer zu stehen kommen. Die letzten beiden Olympia-Turniere mit NHL-Beteiligung, jene 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi, konnten die «Ahornblätter» für sich entscheiden. Nun wurden sie von ihren ewigen Rivalen sozusagen entthront.

Für die USA ist es der dritte Olympiasieg insgesamt und der erste seit dem «Miracle on Ice» 1980 in Lake Placid, als sich College-Amateure sensationell die Goldmedaille sicherten.

Milano Cortina 2026

SRF zwei, Milano Cortina live, 22.02.2026, 14:10 Uhr ; 

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