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40 und noch kein bisschen müde Fiva: «Wieso soll ich jetzt aufhören?»

Der Bündner gewinnt in Livigno seine 2. Olympiamedaille. Die Zukunft will er später regeln.

Der Start in den Olympia-Viertelfinal gelang Alex Fiva nicht wie gewünscht. Der 40-Jährige musste sich am Ende der Vierergruppe einordnen. In einer Disziplin wie Skicross eigentlich das sportliche «Todesurteil». Doch nicht so an diesem Samstag in Livigno.

Weil der Schnee die Piste langsam gemacht hatte, konnte ein schlechter Start auch eine Chance sein. Und diese nützte Alex Fiva bis zu Olympiabronze. «Ich habe in diesem Viertelfinal gemerkt, dass ich die anderen unten noch überholen kann. Dadurch vermochte ich später jeweils ein paar Körner zu sparen, wenn ich nicht ganz vorne fahren musste», erklärte der Routinier am Abend bei SRF seine Taktik. Auch das Alter habe ihm für einmal geholfen, trotz Rückstand ruhig zu bleiben.

Erfolg ist bei Fiva Familiensache

Trotzdem sei der Tag «der härteste meiner Karriere» gewesen. Er habe schon nach dem Viertelfinal Krämpfe gehabt, im Final sei es nur noch darum gegangen, irgendwie um die Tore zu kommen und «zu überleben». Im Ziel fehlte ihm die Kraft, um die Ski auszuziehen. Sein Coach habe ihm zuvor noch eingebläut, dass es nur eine Willenssache sein würde. «Und den Willen hatte ich heute sicher», so Fiva.

Bronze ist für Fiva das zweite Olympia-Edelmetall nach Silber in Peking vor 4 Jahren – und auch das Resultat von familieninterner Arbeit. Neben dem weissen Helm, der mit Herzchen und den Handabdrücken seiner Kinder verziert ist, nutzte Fiva in der Vorbereitung auch das Know-how seiner Frau. Als Sport-Hypnotiseurin half sie ihm im mentalen Bereich.

Auch was die Zukunft betrifft, hat die Familie ein Mitspracherecht. So will Fiva noch nicht entscheiden, ob und wie es für ihn im Profisport weitergeht. Zwar «muss ich auch mal etwas Anständiges machen», sagte der frischgebackene Medaillengewinner. «Auf der anderen Seite bin ich aber auch noch einigermassen schnell und liebe den Sport. Wieso soll ich jetzt aufhören?» Eine Frage, die nur er selber sich beantworten kann.

SRF zwei, Milano Cortina 2026 live, 21.02.2026, 12:00 Uhr ; 

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