- Michael Vogt jubelt im olympischen Viererbob in Cortina über die Bronzemedaille.
- Die Crew mit Steuermann Vogt, Andreas Haas, Amadou Ndiaye und Mario Aeberhard fängt Deutschland 3 dank einem bärenstarken 4. Lauf noch ab.
- Gold geht wie schon im Zweierbob an den Deutschen Johannes Lochner, sein Landsmann Francesco Friedrich holt Silber.
Beat Hefti und Anschieber Alex Baumann sassen vor 12 Jahren in Sotschi im letzten Bob, welcher für die Schweiz zu einer Olympiamedaille fuhr. Nun wurden die Goldgewinner von dazumal am letzten Wettkampftag bei Milano Cortina 2026 von Michael Vogt und seiner Viererbob-Crew abgelöst.
Vogt bescherte der Schweiz mit Andreas Haas, Amadou Ndiaye und Mario Aeberhard im Eiskanal zu Cortina Bronze. Im Viererbob ist es gar die erste Schweizer Medaille seit 20 Jahren. 2006 in Turin gewannen Martin Annen, Thomas Lamparter, Hefti und Cédric Grand ebenfalls Bronze.
Das Beste zum Schluss
Aus Sicht von Vogt war der Wettkampf ein stetiger Steigerungslauf. Nach dem ersten von insgesamt vier Läufen hatte Vogt noch den 6. Platz belegt, bei Halbzeit war es dann schon Rang 4. Auch nach dem 3. Durchgang am Sonntagvormittag standen Vogt und Co. noch nicht auf einem Medaillenrang.
Doch der 28-jährige Pilot und seine Anschieber sparten sich das Beste für den Schluss auf. Nicht nur gelang dem Schweizer Quartett die persönlich beste Startzeit, sondern generell auch die zweitbeste Laufzeit aller Schlitten. Einzig Johannes Lochner, der in einer eigenen Liga fuhr, war noch schneller.
Dank des starken Schlussbouquets setzte Vogt den Deutschen Adam Ammour unter Druck, der nach drei Läufen noch den Bronze-Platz belegt hatte. Ammour hielt diesem Druck nicht stand, verlor im 4. Durchgang 0,13 Sekunden auf Vogt und fiel in der Endabrechnung um 4 Hundertstel hinter den besten Schweizer.
Diplom für Follador
Ein erfreuliches Resultat setzte es auch für einen weiteren Schweizer Schlitten ab. Cédric Follador und seine Anschieber Luca Rolli, Tim Annen und Omar Vögele konnten ihre Halbzeit-Platzierung am Sonntag verteidigen und sicherten sich als Sechste ein olympisches Diplom.
Das dritte Schweizer Team um Steuermann Timo Rohner konnte sich in den abschliessenden beiden Läufen rangmässig nicht mehr verbessern und belegte Schlussrang 15.
Lochner verabschiedet sich mit Gold
Ganz vorne krönte Lochner seine Karriere in seinem allerletzten Wettkampf mit der zweiten Goldmedaille. Der abtretende Deutsche, der in Cortina bereits im Zweierbob triumphiert hatte, stellte in drei der vier Durchgänge die Laufbestzeit auf und sicherte sich mit über einer halben Sekunde den Sieg.
Hinter Lochner gewann, ebenfalls wie schon in der Zweier-Konkurrenz – Francesco Friedrich Silber. Für den Deutschen ist es bereits die sechste Medaille an Olympischen Spielen, 2018 und 2022 wurde Friedrich jeweils Doppel-Olympiasieger.