- Die Schweizer Curlerinnen verlieren in Cortina das olympische Round-Robin-Duell mit Schweden 4:6.
- Damit geht die Schweiz auch im 10. Olympia-Aufeinandertreffen mit «Tre Kronor» als Verliererin vom Eis.
- Am Abend rehabilitiert sich das Schweizer Quartett mit einem 10:6-Erfolg über Grossbritannien.
Die Schweizer Curlerinnen haben am Montag bei Milano Cortina 2026 zunächst die 2. Niederlage kassiert, am Abend aber Grossbritannien geschlagen. Damit bringt man sich vor den letzten 3 Spielen der Round Robin in eine gute Ausgangslage für die Halbfinal-Qualifikation.
Am Morgen unterlagen Silvana Tirinzoni, Selina Witschonke, Carole Howald und Alina Pätz in einer umkämpften Partie gegen die makellosen Schwedinnen (6 Spiele, 6 Siege) um Skip Anna Hasselborg mit 4:6. Die Schweiz blieb damit auch im 10. Olympia-Duell mit Schweden sieglos.
Schweiz und Schweden mit je einem Zweierhaus
Im 8. End beim Stand von 3:4 hatte sich für die Schweizerinnen mit dem letzten Stein die Chance geboten, ein Zweierhaus zu schreiben. Der schwierige Versuch von Pätz missglückte jedoch, stattdessen stahlen die Schwedinnen einen Stein zum 5:3 – die Vorentscheidung. Hasselborg machte mit einem letzten Stein im 10. End zum 6:4 alles klar.
Zuvor hatte die Schweizer Equipe das «ewige Duell» im 3. End mit einem Zweierhaus zur 2:1-Führung so richtig lanciert. Die Antwort der Skandinavierinnen folgte jedoch sofort. Zwar geriet der letzte Stein von Hasselborg auch dank dem Wischen von Pätz etwas gar weit, doch es reichte um wenige Millimeter.
Pätz steigert sich spät
Am Abend gegen Grossbritannien waren die Millimeter auf der Seite der Schweizerinnen. Ein lange Zeit enges Duell nahm beim Stand von 4:3 für die Britinnen im 7. End an Fahrt auf. Mit dem knapp an der Guard vorbeigespielten letzten Stein sorgte Pätz, die zuvor nicht an ihr bestes Niveau herangekommen war, für ein Dreierhaus und die Wende zum 6:4 aus Schweizer Sicht.
Ihr Paradestück zeigte der Vize-Skip im 9. End, nachdem Grossbritannien zuvor ausgeglichen hatte. Ihr mit viel Zug gespielter Stein schob den britischen Stein wie geplant aus dem Haus, die Schweizerinnen bejubelten das 2. Viererhaus des Turniers – und gleichzeitig den vorzeitigen 10:6-Erfolg, denn die Britinnen warfen das Handtuch.