Nach 20 Jahren Pause steigen die Olympischen Winterspiele wieder in den Alpen und werden heute Abend eröffnet. Auf SRF zwei und im Stream können Sie die Eröffnungsfeier ab 19:00 Uhr live mitverfolgen.
Zum ersten Mal gibt es mit Mailand sowie Cortina d'Ampezzo offiziell zwei Gastgeberstädte. Der Nobel-Skiort in den Dolomiten war 1956 schon einmal Austragungsort. Das Wichtigste zum offiziellen Auftakt:
Das Programm
Die zentrale Eröffnungsfeier beginnt um 20:00 Uhr im 100 Jahre alten San-Siro-Stadion in Mailand, das durch den Fussball berühmt ist. Italiens Präsident Sergio Mattarella wird die 25. Winterspiele offiziell eröffnen. Im musikalischen Rahmenprogramm gibt es viel Prominenz aus Pop und Klassik. Mariah Carey ist ebenso dabei wie Andrea Bocelli, Cecilia Bartoli und der Pianist Lang Lang. Zudem wird spekuliert, dass es noch Überraschungen geben könnte. Auch in Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno wird es eine Parade der Athleten und Athletinnen geben.
Olympisches Feuer
Erstmals werden zwei olympische Feuer entzündet – eines auf dem Arco della Pace in Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina. Bei der grossen Frage, wer diese Aufgabe übernimmt, sind zwei italienische Skilegenden favorisiert: Italienischen Medien zufolge könnten es die jeweils 3-fachen Olympiasieger Alberto Tomba (zweimal Gold 1988, einmal 1992) und Deborah Compagnoni (1992, 1994, 1998) sein.
Politik-Prominenz
Auch einiges an Politik-Prominenz ist schon da: Bei einem Gala-Essen am Vorabend der Eröffnung posierte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry neben US-Vizepräsident JD Vance. Im Stadion sollen mehr als 50 Staats- und Regierungschefs dabei sein und auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres. Die Schweiz ist durch Bundespräsident Guy Parmelin vertreten.
Fahnenträger und Fahnenträgerin
Die Skicrosserin Fanny Smith in Livigno und der Eishockey-Nationalspieler Nino Niederreiter in Mailand führen die Schweizer Delegation als Fahnenträger an. Olympia-Gastgeber Italien hat gleich vier Fahnenträgerinnen und Fahnenträger: Short-Trackerin Arianna Fontana, Langläufer Federico Pellegrino, Skirennläuferin Federica Brignone und Curler Amos Mosaner.
Sicherheit
Aus Sorge vor Anschlägen und Störaktionen hat Italien während der Spiele mehr als 6000 zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz. Vorab gab es Ärger, weil mit der grossen US-Delegation auch Angehörige der Einwanderungspolizei ICE nach Mailand kamen. Die Truppe steht wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten in der Kritik. Die Regierung in Rom betonte gleich mehrfach, dass auf Italiens Strassen keinesfalls ICE-Beamte zum Einsatz kommen werden.