Im Olympia-Kurzprogramm am Sonntag hatten Riku Miura und Ryuichi Kihara ihr Potenzial noch nicht ausschöpfen können. Nach einem Fehler bei einer Hebefigur war der 5. Platz bei Halbzeit die Folge. Doch in der Kür zeigten die zweifachen Weltmeister eine regelrechte Aufholjagd.
Zur Musik von Gladiator, gesungen von Andrea Bocelli, legten Miura/Kihara am Montagabend in Mailand eine fast perfekte Kür aufs Eis. Dafür erhielten sie 158,13 Zähler – niemals zuvor hatte ein Paar in einer Kür mehr Punkte eingeheimst.
Auch Georgier historisch
Doch beim Weltrekord blieb es nicht: Rang für Rang machten die Japaner gut. Als die Halbzeit-Führenden Minerva-Fabienne Hase/Nikita Volodin (GER) beim einfachen Salchow patzten, war klar, dass es ganz an die Spitze reichen würde.
Hase/Volodin fielen am Ende gar noch hinter Anastasia Metelkina und Luka Berulawa zurück. Silber war die erste Olympiamedaille überhaupt für Georgien bei Winterspielen. Zahlreiche Top-Duos waren nach Patzern schon nach dem Kurzprogramm aus der Medaillenentscheidung gefallen.