Wie vor vier Jahren heisst der Olympiasieger im Eistanz Guillaume Cizeron. Diesmal holte sich der Franzose in Mailand Gold an der Seite von Laurence Fournier Beaudry. Silber ging an Madison Chock/Evan Bates (USA), das kanadische Duo Piper Gilles/Paul Poirier schnappte sich Bronze.
Bereits nach dem Rhythmustanz lagen Cizeron und Fournier Beaudry an der Spitze. Mit einer beeindruckenden Kür legte das französische Duo nach – am Ende stand die Gesamtpunktzahl von 225,82, gleichbedeutend mit seiner Saisonbestleistung. Der Vorsprung auf Silber betrug 1,43 Punkte.
Beide haben eine Vorgeschichte
Die französische Paarung ist insofern brisant, da die Trennung mit Cizerons ehemaliger Tanzpartnerin, Gabriella Papadakis, Ende 2024 unschön ablief. In ihrem kürzlich veröffentlichtem Buch («Pour ne pas disparaître») schrieb Papadakis: «Der Typ, mit dem ich lief und der mein bester Freund gewesen war, behandelte mich nun wie seine Angestellte.»
Seit 2025 hat Cizeron nun Fournier Beaudry an seiner Seite. Doch auch die 33-jährige gebürtige Kanadierin ist kein unbeschriebenes Blatt. Ihr ehemaliger Eistanz- und aktueller Lebenspartner Nikolaj Sörensen wurde 2024 aufgrund von Anschuldigungen einer ehemaligen US-Eiskunstläuferin wegen schwerer sexualisierter Gewalt für 6 Jahre gesperrt. Um mit Cizeron bei internationalen Titelkämpfen an den Start zu gehen, wechselte Fournier Beaudry im Eiltempo die Nationalität, seit November 2025 besitzt sie den französischen Pass. Eine Aktion, die nun mit Gold belohnt wurde.