- Mathilde Gremaud verpasst den olympischen Big-Air-Final aufgrund eines Sturzes im Probedurchgang.
- Die Slopestyle-Olympiasiegerin verletzt sich an der Hüfte und muss mit dem Schlitten abtransportiert werden.
- Mit Anouk Andraska muss auch die zweite Schweizerin aufgrund eines Sturzes für den Final Forfait geben.
- In der Abwesenheit des Schweizer Duos holt die Kanadierin Megan Oldham Gold.
Bittere Nachrichten aus dem Schweizer Ski-Freestyle-Team kurz vor dem Big-Air-Final. Mathilde Gremaud und Anouk Andraska konnten in der Entscheidung am Montagabend bei garstigen Bedingungen aufgrund von Stürzen in den Probedurchgängen nicht mittun.
Slopestyle-Olympiasiegerin Gremaud hat es schwerer erwischt. Beim Versuch ihres neuen Sprungs hängte sie beim Absprung an, stürzte und verletzte sich an der Hüfte. Die Freiburgerin musste mit dem Schlitten abtransportiert werden. Gremaud wäre im Final als Medaillenkandidatin angetreten.
Furrer gibt Entwarnung
Cheftrainer Dominik Furrer gab später gegenüber SRF erste Entwarnung. «Sie hat sich leicht an der Hüfte verletzt, aber mit dem Kopf ist alles gut. Die Enttäuschung bei ihr ist natürlich gross.» Die Gesundheit der Athletinnen gehe aber vor, ein Start im Final käme deshalb nicht in Frage.
Gremaud hätte eine Woche nach ihrem Olympia-Triumph im Slopestyle, dem zweiten nach 2022 in Peking, Schweizer Sportgeschichte schreiben können. Mit einem Sieg im Big Air wäre sie nach Vreni Schneider die zweite Schweizerin mit drei Olympiasiegen geworden.
Auch Andraska kam im Training vor dem Final zu Fall. Die 22-Jährige verletzte sich gemäss Swiss Olympic am Handgelenk. «Auch sie mussten wir aus dem Rennen nehmen», so Furrer.
Oldham souverän
In Abwesenheit des Schweizer Duos ging die Goldmedaille nach Kanada. Megan Oldham, die schon die Qualifikation für sich entschieden hatte, erhielt für ihre zwei besten Sprünge 180,75 Zähler. Eileen Gu (CHN) musste sich wie schon im Slopestyle mit Silber begnügen (179,00). Das Podest komplettierte die einheimische Flora Tabanelli (178,25).