Starker Schneefall in Livigno wirbelte bei den 25. Winterspielen am Dienstag den Qualifikations-Zeitplan der Aerials-Spezialistinnen und -Spezialisten durcheinander. Nach mehreren Verschiebungen und einer längeren Hängepartie musste schliesslich die Vorausscheidung der Frauen wie auch jene der Männer vertagt werden.
In erster Linie auch wegen eingeschränkter Sicht, die bei einem medizinischen Notfall einen Helikopterflug verunmöglichte, konnten die Organisatoren das Programm nicht wie erhofft durchpauken. Man rechnet mit einer Neuansetzung am Mittwoch. Als einzige Schweizer Starterin musste sich am Morgen die erst 20-jährige Lina Kozomara in Geduld üben und sich immer wieder an die neuen Voraussetzungen anpassen.
Vorerst ist Flexibilität gefragt
Die Männer hätten ihre Quali erst am Dienstagnachmittag austragen sollen, harren nun nach der Absage aber ebenso der Dinge.
Noé Roth ist im Schweizer Lager der grösste Medaillentrumpf in der Ski-Freestyle-Disziplin Aerials. Der Zuger ist zweifacher Weltmeister. Mit seiner Weltcup-Saison ist er aber nicht zufrieden. 2 Podestplätze in 7 Wettkämpfen genügen seinen Ansprüchen nicht.
An den Ambitionen für seine bereits 3. Olympischen Spiele (16. in Pyeongchang 2018, 8. in Peking 2022) ändert das indes nichts. «Ich bin mit jeder Medaille zufrieden, aber das Ziel ist schon Gold», sagt der 25-Jährige selbstbewusst. Ein gutes Gefühl gibt ihm der Austragungsort: In Livigno siegte er im letzten März im Weltcup.
Starke Chinesen
Ebenfalls Chancen rechnet sich Pirmin Werner aus. Er schrammte 2022 zweimal knapp an Edelmetall vorbei: Im Einzel und im Team gab es Rang 4. «Das Ziel ist klar eine Medaille», meint auch der Schaffhauser. Die ganz grossen Favoriten kommen aber aus China: Gegen Jiaxu Sun, Tianma Li und Guangpu Qi war im Weltcup kein Kraut gewachsen.