Der Materialwert einer olympischen Medaille ist überschaubar. Doch ein Olympiasieg kann sich je nach Land durchaus finanziell rechnen. So hätte beispielsweise Singapur seinem einzigen Winterolympioniken Faiz Basha umgerechnet rund 600'000 Franken für Gold bezahlt (Basha schied im Ski-Riesenslalom aus).
Die Schweiz liegt mit 50'000 Franken für eine Goldmedaille im Mittelfeld. Am besten verdiente in Milano Cortina Franjo von Allmen. Swiss Olympic entlöhnt den Berner Oberländer für seine Goldmedaillen in der Abfahrt und im Super-G mit total 100'000 Franken. Der Triumph in der Team-Kombi an der Seite von Tanguy Nef bringt dem Duo 75'000 Franken ein – 37'500 Franken pro Sportler. So kommt von Allmen auf eine Olympia-Prämie von 137'500 Franken.
Die höchste Goldprämie, die auch tatsächlich ausbezahlt werden durfte/musste, berappte übrigens Kasachstan. Michail Schaidorow erhielt für seinen Überraschungs-Coup im Eiskunstlaufen satte 193'000 Franken.
Schnitzel statt Geld
Geldprämien sind in der Sportwelt gang und gäbe – nicht nur bei Olympia. Es gibt sie aber auch in animalischer Form. Bestes Beispiel sind die Lebendpreise bei den Schwingfesten. Auch an anderen Orten und in anderen Sportarten gibt es Tiere zu gewinnen. So erhält die Slalom-Siegerin in Levi (FIN) traditionellerweise neben einem Check auch immer ein Rentier. Mikaela Shiffrin besitzt mittlerweile schon neun dieser Tiere.
Es gibt aber noch ungewöhnlichere Prämien. So bekommt beispielsweise Bayern-München-Stürmer Harry Kane in dieser Saison für jedes Tor von einem Restaurant ein frisch zubereitetes Schnitzel ausgeliefert. Schon 43 Schnitzel sind fällig geworden. «Meine Familie oder andere Personen, die gerade bei mir zu Hause sind, verzehren dann diese Schnitzel», sagte Kane.