Gewonnen hat Andri Ragettli schon viel: WM-Titel, Gold an den X-Games, Kristallkugeln, 12 Weltcup-Events. An einer Olympiamedaille ist der 27-Jährige bei seinen bislang zwei Teilnahmen aber vorbeigeschrammt (7. in Pyeongchang 2018, 4. in Peking 2022).
In Livigno will der Bündner diese Lücke schliessen. «Wir träumen hier natürlich gross», sagt Ragettli. Allerdings muss es gleich klappen, denn er konzentriert sich auf den Slopestyle-Wettkampf (Quali am Samstag, Final am Dienstag) und verzichtet wie schon im gesamten Saisonverlauf auf Big Air.
«Extrem viel investiert»
Ragettli konnte in den letzten Wochen an den Rails feilen. Er habe «extrem viel» investiert, so der Social-Media-Star. «Das kommt mir auf diesem Kurs entgegen. Normalerweise sind es drei Rails, hier vier.» Einen Schub erhofft er sich auch von der geographischen Nähe – die gut 60 km Luftlinie, die Livigno von Ragettlis Heimat Flims trennen, sind aus seiner Sicht so wenig, dass er den olympischen Wettkampf auch mal seine «Heimspiele» nennt.
Letztlich will Ragettli die Aufgabe aber mit der perfekten Mischung aus Fokus und Lockerheit angehen. Er ist überzeugt: «Wenn ich meine beste Leistung abrufen kann, ist alles möglich.»
Die weiteren Schweizer Starter
Neben Ragettli treten drei weitere Schweizer zur Qualifikation an: Der 28-jährige Obwaldner Fabian Bösch, der kurz vor dem angekündigten Rücktritt per Saisonende zu seiner 4. Olympia-Teilnahme kommt, der 23-jährige Glarner Nils Rhyner (jüngst 12. beim Weltcup in Laax) sowie der Bündner Kim Gubser, seines Zeichens 12. von Peking 2022.