Misra Noto hat es nach Worten von Mathilde Gremaud schon wieder getan: Der Freestyle-Trainer habe sich kurz vor den Olympischen Spielen «entschieden, China zu helfen». Und damit Eileen Gu, Gremauds grösster Konkurrentin. Schon kurz vor den Spielen in Peking 2022 hatte der langjährige Trainer der Schweizer Freestylerinnen die Seiten gewechselt und Gu zu drei Olympiamedaillen verholfen.
Sie habe drei Jahre benötigt, um dies zu verdauen, so Gremaud vor der Slopestyle-Qualifikation am Samstag. In dieser Saison arbeiteten Gremaud und Noto nach Angaben der Freiburgerin in Corvatsch wieder zusammen. «Aber zweimal ist genug», ärgert sich die Goldgewinnerin von Peking. Von Noto ist kein Statement zur Situation bekannt.
Trotzdem nimmt Gremaud die Spiele zuversichtlich in Angriff. Sie kann auf Nati-Trainer Greg Tüscher zählen, mit dem sie ein «super Verhältnis» habe. Und die 25-Jährige ist in Topform: Bei den X-Games in Aspen holte sie Ende Januar Bronze im Slopestyle und Gold im Big Air. Dabei stand sie den spektakulären Sprung «Nose Butter 1260 Safety».