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Mit dreieinhalbstündiger Show Olympische Spiele 2026 im San Siro feierlich eröffnet

Die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina wurden am Freitagabend typisch italienisch eröffnet.

Olympia als ganz grosse Oper: Mit einem Riesenspektakel in buntesten Farben haben in Mailand die 25. Olympischen Winterspiele begonnen. Vor 67'000 Zuschauern liefen Athletinnen und Athleten aus 92 Teilnehmernationen ins legendäre Fussballstadion San Siro ein.

Parallel dazu wurde an gleich drei weiteren Orten gefeiert – im 400 Kilometer entfernten Cortina d'Ampezzo, der zweiten offiziellen Gastgeberstadt, in Predazzo und in Livigno. Die Schweiz hatte ihren grossen Auftritt als 80. Nation. Eishockey-Spieler Nino Niederreiter führte die Schweizer Delegation als Fahnenträger in Mailand an, Skicrosserin Fanny Smith in Livigno.

Um 22:51 Uhr erklärte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella die Olympischen Winterspiele offiziell für eröffnet. Kurz darauf sorgte der italienische Sänger Andrea Bocelli mit der Performance von «Nessun Dorma» für Gänsehaut. Um 23:28 Uhr entzündeten Alberto Tomba und Deborah Compagnoni die olympische Flamme in Mailand, Sofia Goggia wenig später jene in Cortina.

Zwei olympische Feuer

Ausser der Erinnerung an Komponisten wie Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini bot Italien zum Auftakt vieles andere auf, für das es weltweit bekannt ist: vom Kinderbuch-Helden Pinocchio bis zu seinen Paparazzi. Vom verstorbenen Modemacher Giorgio Armani stammten einige Kostüme. Zur Begeisterung des Stadionpublikums sang US-Popstar Mariah Carey einen der Klassiker des nationalen Liedguts: «Nel blu, dipinto di blu», besser bekannt als «Volare».

Die Eröffnungsfeier unter dem Motto «Armonia» (Harmonie) sollte den dezentralen Charakter der Spiele widerspiegeln. Zum ersten Mal in der Olympia-Geschichte gibt es zwei Gastgeberstädte. Die Wettbewerbe gehen sogar in sieben verschiedenen Orten über die Bühne. Weiter waren die Entfernungen bei Winterspielen noch nie. Erstmals brennen bis zum Ende der Spiele am 22. Februar zwei olympische Feuer – eines am Arco della Pace (Friedensbogen) in Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina.

Frauen-Nati nicht an Eröffnungsfeier

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Beim Frauen-Nationalteam ist in der Nacht auf Freitag ein positiver Norovirusfall aufgetreten. Das positive Testresultat der Athletin lag erst nach dem Auftaktsieg gegen Tschechien und kurz vor der Eröffnungsfeier vor. Die betroffene Athletin war seit Ankunft im olympischen Dorf am Montag, 2. Februar 2026, in einem Einzelzimmer untergebracht und seit Beginn der Symptome isoliert vom Team. Seit den Morgenstunden ist sie wieder symptomfrei. Als Vorsichtsmassnahme wurde das Team in enger Absprache mit dem Ärzteteam vor Ort und nach Rücksprache mit Fachexperten nach Spielschluss isoliert.

Daher wurde entschieden, dass das Frauen-Nationalteam an der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand 2026 nicht teilnimmt. Bislang zeigt keine weitere Schweizer Spielerin Symptome.

Viel Prominenz im San Siro

Ein anderer Teil der Show neben der Athletenparade fand mit internationalen Musikstars aus Klassik und Pop statt. Neben Carey standen Andrea Bocelli, Laura Pausini, Cecilia Bartoli und der Pianist Lang Lang auf der Besetzungsliste.

Auf der Tribüne sass neben der neuen IOC-Chefin Kirsty Coventry einiges an politischer Prominenz. Die Schweiz wurde durch Bundespräsident Guy Parmelin vertreten. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Familie und Aussenminister Marco Rubio dabei. Insgesamt waren etwa 50 Staats- und Regierungschefs angekündigt.

Mit Milano Cortina steigen 20 Jahre nach Turin 2006 die Winterspiele wieder in den Alpen. Bis zum 22. Februar kämpfen 2'900 Athletinnen und Athleten bei 116 Medaillen-Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze.

SRF zwei, Milano Cortina live, 06.02.2026, 19:00 Uhr ; 

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