Olympia als ganz grosse Oper: Mit einem Riesenspektakel in buntesten Farben haben in Mailand die 25. Olympischen Winterspiele begonnen. Vor 67'000 Zuschauern liefen Athletinnen und Athleten aus 92 Teilnehmernationen ins legendäre Fussballstadion San Siro ein.
Parallel dazu wurde an gleich drei weiteren Orten gefeiert – im 400 Kilometer entfernten Cortina d'Ampezzo, der zweiten offiziellen Gastgeberstadt, in Predazzo und in Livigno. Die Schweiz hatte ihren grossen Auftritt als 80. Nation. Eishockey-Spieler Nino Niederreiter führte die Schweizer Delegation als Fahnenträger in Mailand an, Skicrosserin Fanny Smith in Livigno.
Um 22:51 Uhr erklärte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella die Olympischen Winterspiele offiziell für eröffnet. Kurz darauf sorgte der italienische Sänger Andrea Bocelli mit der Performance von «Nessun Dorma» für Gänsehaut. Um 23:28 Uhr entzündeten Alberto Tomba und Deborah Compagnoni die olympische Flamme in Mailand, Sofia Goggia wenig später jene in Cortina.
Zwei olympische Feuer
Ausser der Erinnerung an Komponisten wie Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini bot Italien zum Auftakt vieles andere auf, für das es weltweit bekannt ist: vom Kinderbuch-Helden Pinocchio bis zu seinen Paparazzi. Vom verstorbenen Modemacher Giorgio Armani stammten einige Kostüme. Zur Begeisterung des Stadionpublikums sang US-Popstar Mariah Carey einen der Klassiker des nationalen Liedguts: «Nel blu, dipinto di blu», besser bekannt als «Volare».
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Bild 1 von 18. Ausverkauftes Stadion. Im legendären San Siro in Mailand fand der Hauptteil der Olympia-Eröffnungszeremonie statt. Auch in Livigno, Cortina und Predazzo konnten Athletinnen und Athleten teilnehmen. Bildquelle: IMAGO Images/Belga.
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Bild 2 von 18. Farbenfroh. In einer künstlerischen Darbietung wurden ... Bildquelle: Imago/ZUMA Press.
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Bild 3 von 18. ... die Winterspiele in Milano Cortina eröffnet. Bildquelle: Imago/ANP.
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Bild 4 von 18. Blick in die Antike. Es wurde an die ersten Olympischen Spiele in Griechenland erinnert und ... Bildquelle: Keystone/Die Winterspiele 2026 sind eröffnet.
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Bild 5 von 18. ... an kulturelle Höchstleistungen Italiens gedacht. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Ben Curtis.
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Bild 6 von 18. Bildquelle: Keystone/AP Photo/David J. Phillip.
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Bild 7 von 18. Bildquelle: Keystone/PETER KNEFFEL.
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Bild 8 von 18. Stars auf der Bühne. Popstars wie Mariah Carey oder Laura Pausini sorgten für die musikalische Unterhaltung. Bildquelle: Keystone/EPA DPA POOL.
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Bild 9 von 18. Stadt der Mode. Elegant wurde der Bezug Mailands zur Mode hergestellt. Bildquelle: Imago/ANP.
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Bild 10 von 18. Immer im Zentrum. die fünf olympischen Ringe. Bildquelle: Imago/UPI Photo.
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Bild 11 von 18. Ein Ring-Feuerwerk. Bildquelle: Imago/Pro Shots.
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Bild 12 von 18. Der Schweizer Fahnenträger. NHL-Star Nino Niederreiter führte im San Siro die Schweizer Delegation an. Bildquelle: KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi.
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Bild 13 von 18. Grosse Schweizer Delegation. Während die Eishockey-Nati der Männer in Mailand einlief, musste die Frauen-Equipe wegen eines Krankheitsfalles kurzfristig passen. Bildquelle: KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi.
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Bild 14 von 18. Sprach die magischen Worte und erklärte die Spiele für eröffnet. Italiens Präsident Sergio Mattarella. Bildquelle: IMAGO / Goal Sports Images.
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Bild 15 von 18. Hühnerhaut-Moment. als Andrea Bocelli «Nessun Dorma» singt. Bildquelle: Keystone/PETER KNEFFEL.
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Bild 16 von 18. Die olympische Flamme auf den letzten Metern. Die Fackel erreicht das San Siro. Bildquelle: Keystone/PETER KNEFFEL.
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Bild 17 von 18. Das olympische Feuer. wurde entzündet von den ehemaligen italienischen Ski-Grössen Deborah Compagnoni und Alberto Tomba. Bildquelle: Imago/Bildbyran.
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Bild 18 von 18. Im Herzen von Mailand. Das olympische Feuer am Arco della Pace brennt. Bildquelle: Imago/Bildbyran.
Die Eröffnungsfeier unter dem Motto «Armonia» (Harmonie) sollte den dezentralen Charakter der Spiele widerspiegeln. Zum ersten Mal in der Olympia-Geschichte gibt es zwei Gastgeberstädte. Die Wettbewerbe gehen sogar in sieben verschiedenen Orten über die Bühne. Weiter waren die Entfernungen bei Winterspielen noch nie. Erstmals brennen bis zum Ende der Spiele am 22. Februar zwei olympische Feuer – eines am Arco della Pace (Friedensbogen) in Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina.
Viel Prominenz im San Siro
Ein anderer Teil der Show neben der Athletenparade fand mit internationalen Musikstars aus Klassik und Pop statt. Neben Carey standen Andrea Bocelli, Laura Pausini, Cecilia Bartoli und der Pianist Lang Lang auf der Besetzungsliste.
Auf der Tribüne sass neben der neuen IOC-Chefin Kirsty Coventry einiges an politischer Prominenz. Die Schweiz wurde durch Bundespräsident Guy Parmelin vertreten. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Familie und Aussenminister Marco Rubio dabei. Insgesamt waren etwa 50 Staats- und Regierungschefs angekündigt.
Mit Milano Cortina steigen 20 Jahre nach Turin 2006 die Winterspiele wieder in den Alpen. Bis zum 22. Februar kämpfen 2'900 Athletinnen und Athleten bei 116 Medaillen-Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze.