Seit dem Gewinn der Bronzemedaille an den Olympischen Spielen in Milano Cortina kommt das Schweizer Eishockey-Nationalteam der Frauen kaum mehr aus dem Feiern heraus.
Ein erstes Fest stieg bekanntlich bereits nach dem Sieg im kleinen Final gegen Schweden, in dem Alina Müller in der Verlängerung das entscheidende Tor schoss. Dann gaben sich die Eishockeyanerinnen am Schlusstag der Spiele auch bei der olympischen Abschlussfeier im historischen Amphitheater in Verona die Ehre.
Den Moment geniessen
Zu guter Letzt stand am Montag noch ein feierlicher Empfang in der Heimat auf dem Programm. In der Klotener Eishockey-Arena wurde das Team des scheidenden Trainers Colin Muller am Montagabend noch einmal gebührend gefeiert. Musikalisch untermalt von Dodo liessen sich die Bronze-Gewinnerinnen hochleben.
«Ich glaube, man hört es an meiner Stimme», sagte Lara Stalder mit einem Lachen angesprochen auf die Feierlichkeiten. Vor 12 Jahren habe sie die Bronzemedaille nicht gross feiern können, weil sie sofort wieder in die USA reisen musste. Umso schöner sei die Feier darum heuer gewesen.
«Es ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist», so ihre Teamkollegin Müller beim offiziellen Empfang. Bei ihrem Tor sei ihr ein Stein vom Herzen gefallen. «Danach wollte ich nur noch mit meinen Teamkolleginnen feiern und den Moment geniessen.»
Für die Stürmerin hatten sich die Ereignisse in Mailand wiederholt. 2014 in Sotschi, beim ersten olympischen Medaillengewinn, erzielte die damals 15-Jährige ebenfalls das entscheidende Tor. Wie 2026 hiess der Gegner Schweden.