Biathlet Sturla Lägreid hatte gerade seine erste Einzelmedaille bei Olympia gewonnen – und klar, Bronze war «gross». Doch sein Jubel-Interview im norwegischen Rundfunk NRK nahm plötzlich eine überraschende Wendung: Lägreid gestand live im TV, dass er seine Freundin betrogen habe.
«Vor einem halben Jahr habe ich die Liebe meines Lebens getroffen», sagte der 28-Jährige unter Tränen, «die schönste, tollste Person der Welt. Aber vor drei Monaten habe ich den grössten Fehler meines Lebens begangen und war ihr untreu.»
Versprechen eingehalten
Der Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison berichtete bewegt, er habe seiner Freundin seine Untreue unmittelbar vor den Winterspielen von Mailand gestanden, sie habe sich daraufhin von ihm getrennt. Er blicke auf die «schwerste Woche meines Lebens» zurück, sagte Lägreid, er habe das Gefühl, die «Goldmedaille meines Lebens» weggeworfen zu haben: «Ich wünschte, ich könnte das hier mit ihr teilen.»
Doch dieses Glück war ihm offenbar nicht vergönnt, wegen dieses «dummen» Fehlers, wie der Staffel-Olympiasieger von 2022 einräumte. «Ich wäre gerne ein gutes Vorbild und es tut weh, jemandem Schmerzen zuzufügen, den man so sehr liebt. Aber so ist das Leben.»
Seine Teamkollegen wussten Bescheid, wie Johannes Dale-Skjevdal berichtete. Lägreid habe sich vorgenommen gehabt, seine Geschichte im Falle eines Medaillengewinns zu erzählen. Er hielt Wort. Live im TV. Mit dem Ziel, sie zurückzugewinnen. «Ich begehe lieber ‹sozialen Suizid› als diese Frau aufzugeben», sagte er weiter.