- Im olympischen Curling-Turnier gewinnt das Team Tirinzoni gegen Kanada am Samstagabend im Zusatzend mit 8:7.
- Am Morgen müssen die Schweizerinnen gegen Japan in Cortina die erste Niederlage einstecken.
- Damit steht die Schweiz nach vier Spielen bei drei Siegen.
Nach einem Auf und Ab zwischen der Schweiz und Kanada musste in Cortina das Zusatzend entscheiden. Alina Pätz stand vor einer schwierigen Aufgabe: Die «Fourth» des Teams Tirinzoni musste einen schwierigen Draw spielen, um der Schweiz den Sieg zu bescheren. Und Pätz behielt die Nerven in einem entscheidenden Moment einmal mehr. Sie spielte den Stein in die Mitte des Hauses, die Schweizerinnen gewannen mit 8:7.
Zuvor hatten Pätz und ihre Teamkolleginnen Selina Witschonke, Carole Howald und Silvana Tirinzoni über weite Strecken allerdings keineswegs brilliert. Besonders der Start misslang der Schweizer Equipe komplett. Nachdem sie die Kanadierinnen um Skip Rachel Homan im ersten End zu einem Stein gezwungen hatten, mussten sie sich in den zwei darauffolgenden Ends insgesamt drei Steine stehlen lassen.
Viererhaus im siebten End
Erst im siebten End, als die Schweizerinnen mit 2:5 in Rückstand lagen, schafften es Tirinzoni und Co., das Momentum auf ihre Seite zu bringen – und wie! Mit einem Viererhaus – Pätz machte es mit einem sehenswerten Take-out klar – ging die Schweiz erstmals in Führung.
Kanada konnte in den folgenden drei Ends – auch aufgrund von Schweizer Fehlsteinen – zwar noch das Zusatzend erzwingen. Mit dem Recht des letzten Steins liessen sich die Schweizerinnen dort den Sieg aber nicht mehr nehmen.
Niederlage gegen Japan
Am Morgen hatte das Team Tirinzoni gegen Japan noch die erste Niederlage des Olympia-Turniers einstecken müssen. Ein Team, an das die Schweizerinnen keine guten Erinnerungen haben. Vor 4 Jahren in Peking hatte man gegen die Japanerinnen den Halbfinal verloren und blieb am Ende ohne Olympiamedaille. Nach einer vor allem im zweiten Teil fehlerhaften Vorstellung mussten sich Tirinzoni und Co. mit 5:7 geschlagen geben.
Das Schweizer Unheil nahm im siebten End seinen Lauf: Statt beim Stand von 4:3 Japan zu zwingen, einen Stein zu schreiben, liess man die Möglichkeit fürs Zweierhaus zu – welche die Asiatinnen dankend annahmen und erstmals in Führung gingen (5:4). Von da an war der Wurm drin bei der Schweiz.
Viele Fehlsteine – sogar bei Pätz
Stellvertretend hierfür war Pätz. Der sonst so nervenstarke Fourth spielte im achten und neunten End gleich vier Fehlsteine. Dies hatte zur Folge, dass Japan mit einer 6:5-Führung und dem Recht des letzten Steins ins zehnte End gehen konnte. Dies reichte zum verdienten Sieg. Für die Schweizerinnen geht es am Samstagabend mit der Partie gegen Kanada weiter.
So geht es weiter
Die Schweizerinnen kommen am Sonntag in den Genuss eines Ruhetags, bevor am Montag zwei Spiele anstehen. Dann trifft das Team Tirinzoni auf das noch ungeschlagene Schweden. Am Abend misst sich die Schweiz mit Grossbritannien. Beide Partien sehen Sie live bei SRF.