- Eiskunstläufer Lukas Britschgi belegt an den Olympischen Spielen in Milano Cortina nach dem Kurzprogramm Rang 19.
- Dem Schaffhauser unterläuft bei der geplanten Vierfach-/Dreifach-Sprungkombination ein Schnitzer.
- Die Chancen auf das angestrebte Diplom sind vor der Kür am Freitag damit massiv gesunken.
Die Top 8 hatte Lukas Britschgi vor dem Olympia-Wettkampf als Ziel für Milano Cortina herausgegeben. Nach dem Kurzprogramm sind die Diplomränge aber bereits in weite Ferne gerückt. Einmal mehr glückte dem Schaffhauser der Auftakt nicht nach Wunsch.
Eigentlich wollte Britschgi in der Milano Ice Skating Arena gleich zu Beginn einen Vierfach- und einen Dreifach-Toeloop kombinieren. Doch schon den ersten Sprung konnte er nicht stehen. Damit kam «Plan B» zum Einsatz: Die Kombination baute er stattdessen später in seinem Programm ein.
Auch wenn er in der Folge ohne weitere grobe Schnitzer durchkam, war der Schaden angerichtet: 80,87 Punkte reichten nur zu Zwischenrang 19. Britschgi blieb damit knapp 4 Zähler unter seiner Saisonbestleistung.
«Das darf mir nicht passieren»
«Ich habe beim ersten Sprung leider etwas gezögert. Das darf mir nicht passieren. Ich hatte auch sonst noch zwei, drei kleine Wackler», bilanzierte Britschgi danach im SRF-Interview. Der Ärger war ihm anzumerken: In den Trainings sei er zuletzt stets fehlerfrei gelaufen, mental und körperlich sei er auf einem tollen Niveau.
Trotz der Enttäuschung schaut Britschgi einigermassen positiv auf die Kür der besten 24 vom Freitag (ab 19:00 Uhr live bei SRF) voraus. Um sich in der Rangliste noch nach vorne zu arbeiten, ist aber eine Aufholjagd ähnlich derjenigen bei seinem Europameistertitel 2025 in Tallinn nötig. Auf Platz 8 fehlen etwas mehr als 8 Punkte. «Es ist noch nicht vorbei. Ich habe sicher noch Potenzial und werde voll angreifen. Ab jetzt zählt es», meinte der bald 28-Jährige.
Malinin verzückt das Publikum
In der Pole Position im Kampf um Gold ist der amerikanische Superstar Ilia Malinin. Mit einem traumwandlerisch sicheren Auftritt und 108,16 Punkten distanzierte der zweifache Weltmeister die Konkurrenz um 5 und mehr Punkte. Yuma Kagiyama (JPN), der vor vier Jahren in Peking Silber errungen hatte, kam nicht ganz fehlerfrei durch, lauert aber auf Platz 2 (103,07). Auf Bronzekurs ist nach dem Kurzprogramm der Franzose Adam Siao Him Fa (102,55).