Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Olympia: Aerials Männer Nach Zitterpartie: Roth springt zu Silber

  • Noé Roth holt an den Olympischen Spielen in Livigno Silber im Aerials. In seinem Schatten reicht es Pirmin Werner (5.) zum Diplom.
  • Am Vormittag hing Roths Final-Teilnahme noch an einem seidenen Faden.
  • Gold und Bronze gehen mit Wang Xindi und Li Tianma an zwei Chinesen.

Der Schweizer Noé Roth stand im Aerials-Superfinal in Livigno als letzter Athlet noch oben. Unmittelbar vor dem Zuger hatte mit Pirmin Werner der andere Schweizer seinen Sprung nicht stehen können. Roth musste also liefern, um der Schweiz doch noch eine Medaille zu bescheren und damit einen chinesischen Dreifachsieg zu verhindern.

Und genau dies tat er. Der 25-Jährige zeigte den «Back-Double-Full-Double-Full-Full» – zwei Rückwärtssalti mit je zwei Schrauben, gefolgt von einem Salto mit einer Schraube – und landete den Sprung souverän. Roth jubelte. Er wusste, dass dieser Sprung wohl für eine Medaille reicht, nur die Farbe war noch offen. Und die Kampfrichter liessen sich bei der Bewertung viel Zeit.

Sie belohnten Roth schliesslich mit 131,58 Punkten. Damit gewann er 1,02 Zähler hinter dem Chinesen Wang Xindi die Silbermedaille. Nach dem Weltmeistertitel im vergangenen Jahr erreichte er sein grosses Ziel: olympisches Edelmetall.

Zitterpartie in der Quali

Dabei wäre es um ein Haar gar nicht erst so weit gekommen. Denn Roth hatte in der Quali bei beiden Sprüngen reichlich Mühe bekundet. Letztlich rettete er sich mit 111,06 als letzter Athlet gerade noch in den Final der besten zwölf Athleten. Im Interview sagte er: «Ich war in meinem Leben noch nie so nervös. Jetzt kann ich nur noch gewinnen.»

Den Final eröffnete Roth mit einem Paukenschlag. Er zeigte den sogenannten «Hurricane»-Sprung – drei Rückwärtssalti mit insgesamt fünf Schrauben, drei davon beim mittleren Salto. Dieser schien Roth locker von der Hand zu gehen, er wurde mit überragenden 131,56 Punkten bewertet. Damit war dem Zuger die Superfinal-Quali sicher. Und auch dort wusste er zu überzeugen.

Werner bleibt wieder nur die Enttäuschung

Für die Schweizer hatten die Chancen gut gestanden, mit Werner eine zweite Medaille zu bejubeln. Doch der Zürcher Weinländer stürzte bei der Landung seines «Hurricane»-Sprungs und musste mit dem fünften Schlussrang vorliebnehmen.

Damit schrammte er wie schon vor vier Jahren in Peking an einer Medaille vorbei. Damals hatte er es als einziger Schweizer in den Superfinal geschafft und Bronze um 3,43 Punkte verpasst.

Eine nächste Möglichkeit bietet sich Werner im Team-Wettkampf am Samstag. Der 26-Jährige wird ab 10:45 Uhr (live bei SRF) gemeinsam mit Roth und Lina Kozomara um Edelmetall kämpfen.

Übersicht

SRF zwei, sportlive, 20.02.2026, 13:30 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel