- Johannes Dale-Skjevdal feiert mit dem Olympiasieg im Massenstart den grössten Erfolg seiner Karriere.
- Der Norweger gewinnt vor seinem Landsmann Sturla Holm Lägreid und dem Franzosen Quentin Fillon Maillet.
- In Antholz zeigen auch die Schweizer Joscha Burkhalter (11.) und Sebastian Stalder (13.) ein gutes Rennen.
Die Weltmeisterschaften vor einem Jahr in Lenzerheide hatte Johannes Dale-Skjevdal noch verpasst. Der Norweger war aufgrund zu schlechter Ergebnisse und dem grossen Konkurrenzkampf im norwegischen Team zurückgestuft worden und musste sich seinen Startplatz im Weltcup erst wieder verdienen. Ein Jahr später darf sich der 28-Jährige Olympiasieger nennen.
Dale-Skjevdal war von den 30 gestarteten Athleten der einzige, der bei windigen Verhältnissen alle 20 Scheiben abräumte. Nach dem dritten Schiessen übernahm er die Führung, nach dem vierten war klar, dass der Norweger nicht mehr einzuholen ist. Dale-Skjevdal hatte vor 5 Jahren in Pokljuka WM-Silber im Massenstart sowie Bronze im Einzel gewonnen. Olympiagold überstrahlt jedoch alles.
Lägreid mit Medaille Nummer 5
Dahinter sicherte sich mit Sturla Holm Lägreid ein weiterer Norweger die Silbermedaille. Lägreids Ausbeute von den Winterspielen Milano Cortina 2026 ist beeindruckend. Der 29-Jährige holte in sämtlichen fünf Rennen, bei denen er am Start war, eine Medaille: Silber in der Verfolgung, mit der Staffel und nun im Massenstart, dazu kommt zweimal Bronze im Sprint und im Einzel.
Mit reichlich Edelmetall im Gepäck reist auch Quentin Fillon Maillet nach Hause. Der Franzose sicherte sich trotz vier Schiessfehlern Bronze. Zuvor hatte er im Sprint sowie mit der Staffel triumphiert. Zu verdanken hat er dies zu einem Grossteil seinen Qualitäten in der Loipe, wo er die mit Abstand beste Zeit lief. Mit seiner Aufholjagd sorgte er zudem dafür, dass Deutschland einmal mehr leer ausging. Philipp Horn zog gegen den laufstarken Franzosen auf der Schlussrunde den Kürzeren.
Burkhalter und Stalder mit gutem Abschluss
Ein erfreulicher Abschluss gelang den Schweizern – zumindest zwei von drei gestarteten. Joscha Burkhalter lief mit zwei Schiessfehlern auf den guten 11. Schlussrang, für Sebastian Stalder resultierte nach einem Fehlschuss Platz 13. Niklas Hartweg lief es weniger gut. Der 25-Jährige, wegen einer Erkältung einmal mehr nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, musste gleich sechsmal in die Strafrunde, dreimal davon nach dem dritten Schiessen, und war im Kampf um einen Spitzenplatz chancenlos. Am Ende wurde es Rang 24.