- Die französischen Biathletinnen gewinnen an den Olympischen Spielen in Antholz Gold in der Staffel.
- Das Schweizer Quartett beendet den Wettkampf auf Rang 8 und holt ein olympisches Diplom.
Die Französinnen starteten als haushohe Favoritinnen ins olympische Staffelrennen in Antholz. Als Startläuferin Camille Bened nach einem fehlerhaften Stehendschiessen in die Strafrunde musste und als 16. mit fast einer Minute Rückstand an Lou Jeanmonnot übergab, war eine Aufholjagd gefordert. Diese lieferte die 27-Jährige eindrücklich. Mit zwei Nachladern am Schiessstand und guten Zeiten in der Loipe rückte sie bis auf Rang 3 vor.
Auf dieser Position schickte sie Océane Michelon ins Rennen. Auch die jüngste Athletin des Quartetts lieferte. Die 23-Jährige musste nur einmal nachladen und übernahm souverän die Führung. Sie lief einen Vorsprung von über 46 Sekunden auf Schweden und Norwegen heraus. Schlussläuferin Julia Simon konnte ihre Ablösung zum Schluss fast schon geniessen.
Mit einer regelrechten «Masterclass» brachte die Einzel-Olympiasiegerin die Goldmedaille ins Ziel. Mit einer perfekten Leistung am Schiessstand vergrösserte sie den Vorsprung noch einmal und konnte auf der Zielgeraden mit schwenkender Fahne einlaufen. Hinter Frankreich holten die Schwedinnen Silber, Bronze ging an Norwegen.
Schweiz holt Diplom
Die Schweizerinnen belegten den 8. Schlussrang und holten damit ein olympisches Diplom. Dabei wäre auch eine bessere Klassierung möglich gewesen. Weder Startläuferin Amy Baserga, noch Aita Gasparin und Lea Meier auf der zweiten und dritten Ablösung handelte sich eine Strafrunde ein. Die Leistung am Schiessstand stimmte also. In der Loipe zogen die Schweizerinnen aber nicht den besten Tag ein.
Als Lena Häcki-Gross als letzte Läuferin nach einem fehlerlosen Liegendschiessen als Sechste zum abschliessenden Stehendanschlag kam, handelte sie sich eine Strafrunde ein und fiel noch auf Rang 8 zurück. Freudenstürme löste dieser im Schweizer Team nicht aus.
«Ein Diplom war das Minimalziel. Im Grundsatz möchten wir aber um die Medaillen mitkämpfen», sagte Meier nach dem Rennen. In der Situation, in der man aktuell sei, sei das aber nicht möglich. Auch diesen Top-8-Platz habe man sich hart erkämpft.