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Olympia: Curling Männer 5. Sieg im 5. Spiel: Schweizer schlagen auch Grossbritannien

  • Die Schweizer Curler gewinnen an den Olympischen Winterspielen auch ihr fünftes Spiel.
  • Gegen Grossbritannien setzt sich das Team Schwaller in Cortina im Zusatzend mit 6:5 durch.
  • Benoît Schwarz-van Berkel beweist mit dem letzten Stein Nervenstärke und bringt einen anspruchsvollen Take-out.

Team Schwaller vs. Team Mouat ist die wohl spannendste Affiche, die das Männer-Curling aktuell zu bieten hat. Es ist das Duell zweier Favoriten auf Olympiagold, zweier Teams, die in der Weltrangliste die ersten beiden Positionen belegen. Am Samstag trafen die Schweiz und Grossbritannien in der Round Robin in Cortina aufeinander – und die Partie hielt, was sie auf dem Papier versprach.

Die Entscheidung fiel erst im Zusatzend. Dies, nachdem die von Bruce Mouat angeführten Briten den Sieg im 10. End hauchdünn verpasst hatten. Dem schottischen Skip gelang ein Draw mit dem letzten Stein nicht ganz wunschgemäss. Er touchierte den «second» liegenden Schweizer Stein im Haus und rollte an diesem nicht mehr vorbei. So konnten die Briten auch in ihrem vierten End mit dem Hammer – dem Recht des letzten Steins – nur einen Punkt schreiben.

Schwarz-van Berkel liefert unter Druck

Im entscheidenden Umgang versuchte das Schweizer Team mit Pablo Lachat, Sven Michel, Yannick Schwaller und Benoît Schwarz-van Berkel, das Haus möglichst lange möglichst leer zu halten. Das gelang aber nur bedingt: Weil einige Schweizer Take-outs misslangen, konnten die Briten gehörig Druck auf die Schweizer ausüben. Vor dem letzten Stein lag das Team Mouat mit drei Steinen im Haus.

Schwarz-van Berkel stand vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Der 34-Jährige musste den «shot» liegenden gegnerischen Stein zwischen zwei Schweizer Garden hindurch so treffen, dass der eigene Stein im Haus liegen bleibt. Einmal mehr bewies Schwarz-van Berkel Nerven aus Stahl. Der Stein kam perfekt, die Schweizer durften den fünften Sieg im fünften Spiel bejubeln.

Nur ein Zweierhaus

Zu Beginn der Partie hatten sich die beiden Teams weitgehend die Waage gehalten. Mit einem 2:3-Rückstand – in jedem End wurde ein Stein geschrieben – gingen die Schweizer in die zweite Hälfte. Nach einem Nullerend gelang ihnen, auch dank einem starken Take-out von Skip Schwaller, das erste und einzige Zweierhaus des gesamten Spiels, wodurch sie die Führung wieder übernahmen.

Grossbritannien konnte in der Folge noch zweimal ausgleichen – auf 4:4 und 5:5. In der Entscheidung behielten allerdings die Schweizer das bessere Ende für sich.

So geht es weiter

Am Montag kommen Schwaller und Co. in den Genuss eines Ruhetags. Tags darauf stehen dann zwei Spiele an. Am Dienstagmorgen trifft die Schweiz auf die strauchelnden Schweden mit Skip Niklas Edin, am Abend steht das Duell mit Deutschland an.

Milano Cortina 2026

SRF zwei, sportlive, 15.2.2026, 19:37 Uhr ; 

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