- Die Schweizer Eishockeyanerinnen gewinnen an den Olympischen Spielen in Mailand nach einem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Schweden Bronze.
- Alina Müller gelingt das entscheidende Tor 51 Sekunden vor dem Ablauf der Verlängerung.
- Die Schweizerinnen holen damit zum zweiten Mal nach 2014 eine Olympiamedaille nach Hause.
Es ging hin und her in der Verlängerung, die mit 3-gegen-3 Feldspielerinnen gespielt wurde. Sowohl die Schweizerinnen als auch die Schwedinnen kamen zu Chancen, doch die beiden Torhüterinnen hielten stark dagegen. Und als Schweden-Goalie Ebba Svensson einmal geschlagen schien, rettete die Latte für die Skandinavierinnen. Das Penaltyschiessen schien der logische Ausgang zu sein, doch die Schweizerinnen wagten noch einmal einen Anlauf – und wie.
Alina Müller und Ivana Wey kombinierten sich herrlich durch die schwedische Defensivlinie, vor dem Tor blieb Müller dann eiskalt. 51 Sekunden vor Ablauf der 10-minütigen Verlängerung schoss die 27-Jährige die Schweizerinnen zum Sieg – und damit zu Olympiabronze.
Der Jubel bei den Schweizerinnen nach dem entscheidenden Treffer war natürlich grenzenlos – zum erst zweiten Mal nach 2014 wandert eine Olympiamedaille im Frauen-Eishockey in die Schweiz. Schon damals in Sotschi rang die Nati Schweden im Spiel um Rang 3 nieder, schon damals gehörte die zu diesem Zeitpunkt erst 15-jährige Müller zu den Torschützinnen. Jetzt ist sie eine der Führungsspielerinnen und füllte diese Rolle voll aus – unter anderem mit dem Golden Goal.
Wey verschiesst Penalty
Vor dem dramatischen Ende hatten sich die beiden Teams lange neutralisiert. Nach einem ereignisarmen Startdrittel, in welchem sich die beiden vor allem auf eine solide Defensive konzentriert hatten, gab es nach sechs Minuten im Mitteldrittel den ersten Aufreger.
Wey wurde vor einem Torabschluss regelwidrig gestört und bekam einen Penalty zugesprochen. Bei ihrem Versuch zielte sie dann zwischen die Beine von Goalie Svensson, doch die Schwedin brachte die Schoner rechtzeitig zusammen und verhinderte den Gegentreffer.
Wenige Minuten später schlug es dafür auf der Gegenseite ein. Mira Jungaker erwischte Goalie Andrea Brändli mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie, wobei der Schweizer Torhüterin die Sicht verdeckt war. Die schwedische Führung hielt indes nicht lange. Sinja Leemann wurde vor dem Tor perfekt bedient und glich die Partie schnell wieder aus (36.). Mit diesem Spielstand ging es dann ins Schlussdrittel – wo die Entscheidung bekanntlich auch noch nicht fiel. Diese Aufgabe übernahm dann Müller in der Verlängerung.