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Olympia: Eishockey Männer Nati unterliegt Kanada und verliert Fiala

  • Die Schweizer Eishockey-Nati verliert am Olympia-Turnier im 2. Gruppenspiel gegen Goldfavorit Kanada mit 1:5.
  • Das Fischer-Team verliert gleich mehrere Spieler durch Verletzungen.
  • Am schlimmsten erwischt es gemäss ersten Angaben Kevin Fiala, für den das Turnier vorzeitig zu Ende ist.

So hätte die Partie nicht enden müssen: Kevin Fiala verletzte sich kurz vor Schluss der Vorrunden-Partie gegen Kanada bei einem Check von «Bad Boy» Tom Wilson und musste das Eis auf einer Trage verlassen. Wie die Swiss Ice Hockey Federation in der Nacht auf Samstag mitteilte, zog sich der Flügel der Los Angeles Kings eine Unterschenkelverletzung zu. Weitere Einsätze in Mailand seien ausgeschlossen.

Im 1. Drittel waren bereits Denis Malgin und Andrea Glauser ausgefallen. Über Art und Grad ihrer Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Da ging der ansprechende Auftritt der Nati – trotz des klaren 1:5 – gegen die mit NHL-Stars gespickten Kanadier fast etwas vergessen. Zugegeben: Der kanadische Sieg war insgesamt verdient. Die «Ahornblätter» spielten die etwas präziseren Laserpässe, der Puck klebte jeweils etwas besser an ihren Stöcken.

Nicht um Klassen unterlegen

Weit entfernt von den McDavids, Crosbys und MacKinnons ist die Nati aber beileibe nicht. Das Team von Nati-Coach Patrick Fischer machte in der Halle Milano Santagiulia eine bessere Figur als zum Beispiel Tschechien am Vortag.

Das Schweizer Powerplay war ebenso gefährlich wie das kanadische. In Vegas-Keeper Akira Schmid hatte die SIHF-Auswahl einen ebenso guten Goalie wie die Kanadier in Logan Thompson – bei einem Breakaway von Superstar Crosby zeigte er eine Traumparade. Immerhin standen auch 10 Schweizer NHL-Spieler auf dem Eis (gegenüber 21 Kanadiern).

Frühe kanadische Doppelführung

Den Unterschied machte letztlich die Schweizer Angewöhnungszeit in den ersten elf Minuten, in denen die Kanadier einen 2:0-Vorsprung herausschossen:

  • 6. Minute: Nathan MacKinnon bedient im Powerplay quer durch die Schweizer Abwehr Connor McDavid – 1:0.
  • 11. Minute: McDavid spielt die Scheibe im Angriffsdrittel in den leeren Raum, wo Thomas Harley heraneilt und eiskalt einnetzt – 2:0.

Suter einziger Schweizer Torschütze

Die Nati reagierte unbeeindruckt: Die erste kanadische Strafe nutzte Pius Suter zum Anschlusstor. Einen Schuss von Sven Andrighetto hatte Thompson nur an die Latte ablenken können, der Schweizer in Diensten der St. Louis Blues war zur Stelle.

Im zweiten Drittel war nur Macklin Celebrini erfolgreich. Der Jungstar traf per One-Timer auf Vorlage von MacKinnon. Der auffällige Philipp Kurashev verpasste kurz vor der 2. Sirene aus dem Slot den neuerlichen Anschlusstreffer.

Entscheidung nach Schweizer Chancen

Noch näher kamen die Schweizer dem 2:3 während einer Druckphase rund 14 Minuten vor dem Ende: Angefeuert von der starken Schweizer Fraktion im Publikum traf Niederreiter nur die Latte, Sekunden später kam Michael Fora aus guter Position zum Abschluss.

Eine Minute später zogen die Kanadier den Fischer-Schützlingen den Zahn: Mitch Marner brachte den Puck vor das Tor, Sidney Crosby lenkte für Schmid unhaltbar ab.

Eine letzte Chance, das Spiel möglicherweise nochmals spannend zu machen, vergaben die Schweizer im letzten Powerplay zehn Minuten vor Schluss. Kaum war Kanada wieder komplett, fiel das 5:1 durch MacKinnon – ein zu hohes Schlussresultat, das nach der Partie für die Schweizer aber eh an Bedeutung verlor.

Stimmen zum Spiel

So geht es weiter

Die Nati trifft am Sonntag bereits um 12:10 Uhr auf Tschechien (live bei SRF) – hier wird sich zeigen, wer mehr aus der Begegnung mit Kanada gelernt hat.

SRF zwei, Sportlive, 13.02.2026, 21:00 Uhr ; 

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