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Olympia: Eisschnelllauf Halbfinal-Drama um Wenger – Diplom für McGregor

  • Für Eisschnellläufer Livio Wenger bedeutet im olympischen Massenstart-Rennen in Mailand schon der Halbfinal Endstation.
  • Der Luzerner kommt kurz vor Schluss auf Final-Kurs liegend zu Fall und wird im Klassement durchgereicht.
  • Im Massenstart-Final der Frauen ergattert sich Kaitlyn McGregor ein Diplom. Ramona Härdi wird 11.

Der Traum von der Olympiamedaille ist für Livio Wenger im Massenstart-Wettkampf bereits im Halbfinal geplatzt. Der 33-jährige Schweizer kam in Mailand in der letzten Runde ohne Fremdverschulden zu Fall und konnte den Patzer nicht mehr korrigieren. Wenger setzte das Rennen zwar fort, allerdings wurde er auf der Schlussgeraden vom Feld noch durchgereicht.

Gute Ausgangslage vergeben

Vor dem folgenschweren Sturz war der Plan von Wenger aufgegangen. Der Luzerner verzichtete zunächst auf die Punkte aus den Zwischensprints und legte den Fokus stattdessen darauf, in die Top 3 zu fahren. Dank der Mithilfe seines tschechischen Trainingspartners Metodej Jilek, der dem Schweizer als Tempomacher diente und sich problemlos für den Final der Top 16 qualifizierte, sah es kurz vor Schluss für Wenger aussichtsreich aus – doch es sollte nicht sein.

Damit muss der Innerschweizer an Olympischen Spielen die nächste grosse Enttäuschung hinnehmen. 2018 in Pyeongchang hatte Wenger die Medaille als Vierter knappstmöglich verpasst, vier Jahre später in Peking resultierte Rang 7.

Gold im Final sicherte sich der 40-jährige Jorrit Bergsma (NED), der vorneweg fuhr und den Favoriten ein Schnippchen schlug. Auch die Silbermedaille durch Viktor Hald Thorup, der lange mit Bergsma mithalten konnte, war nicht minder überraschend: Es war erst das zweite Olympia-Edelmetall für Dänemark überhaupt bei Winterspielen. Bronze ging an Andrea Giovannini (ITA).

Schweizerinnen zeigen sich früh

Im Frauen-Final war die Schweiz durch Kaitlyn McGregor und Ramona Härdi gleich doppelt vertreten. Das Duo, das höchstens mit Aussenseiterchancen am Start war, zeigte sich früh in der Offensive. McGregor erlief sich beim 2. und 3. Zwischensprint insgesamt 5 Punkte und verdiente sich als Sechste ein Olympia-Diplom. Härdi, beim 2. Sprint nur von McGregor geschlagen, wurde dank 2 Punkten 11.

Als das Tempo am Ende noch einmal angezogen und die Medaillen nach 6400 Metern verteilt wurden, hatten die Schweizerinnen indes keine Chance mehr. Olympiagold ging wie bei den Männern an die Niederlande, es gewann Marijke Groenewoud, die sich gegen Ivanie Blondin (CAN) und Mia Manganello (USA) durchsetzte.

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SRF zwei, Milano Cortina live, 21.02.2026, 16:40 Uhr ; 

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