- Johannes Hösflot Kläbo gewinnt das letzte olympische Langlauf-Männerrennen im Val di Fiemme über 50 km.
- Damit holt der Norweger als erster Winter-Olympionike 6 Goldmedaillen bei derselben Austragung.
- Hinter Kläbo sichern sich seine Landsmänner Martin Löwström Nyenget und Emil Iversen Silber und Bronze.
- Die beiden Schweizer Beda Klee (14.) und Nicola Wigger (19.) schaffen es in die Top 20.
Nach knapp 2 Stunden und 46 Kilometern harter Arbeit in klassischer Technik reduzierte sich das dominante norwegische Trio auf ein Duo. Emil Iversen musste abreissen lassen und lief am Ende zu Bronze.
Vorne gingen Johannes Hösflot Kläbo und Martin Löwström Nyenget gemeinsam in den letzten Aufstieg gute 200 Meter vor dem Ziel. Und in diesem liess Überflieger Kläbo einmal mehr seine Muskeln spielen, seinen letzten verbliebenen Landsmann stehen und lief nach rund 2:07 Stunden den Sieg über die 50 Kilometer zum Abschluss der Langlauf-Wettbewerbe der Männer im Val di Fiemme locker ein.
Für den 29-Jährigen ist es die 6. Goldmedaille bei Milano Cortina – noch nie hat eine Athletin oder ein Athlet so viele Titel bei denselben Winterspielen geholt. In der Statistik der erfolgreichsten Winter-Olympioniken baut er seine Führung auf 11 Goldmedaillen aus.
Norweger auch mit ausgelaufenen Ski eine Macht
Bereits nach 2 gelaufenen Minuten und vor der ersten Kilometer-Marke hatte Nyenget einen ersten Angriff gewagt. Die Absicht war klar: Den endschnellen Kläbo müde laufen. Nyenget brachte schnell gute 10 Sekunden zwischen sich und das Feld, viel mehr aber nicht. 5 Minuten später war der Sololauf bereits wieder beendet – Kläbo schloss die Lücke in Eigenregie.
Mit dem angeschlagenen Iivo Niskanen (FIN), 2018 in Pyeongchang Olympiasieger im «50er», und Harald Östberg Amundsen (NOR) gaben zwei grosse Namen bereits nach 15 km auf.
Kurz vor Rennhälfte liessen die drei späteren Medaillengewinner mit dem unter neutraler Flagge startenden Savelii Korostelew den letzten Nicht-Norweger stehen. Während die Konkurrenz nach 4 von 7 Runden auf frische Ski wechselte, zogen es die Nordländer an der Spitze überraschend auf den gebrauchten Latten durch. Trotzdem wies der am Ende viertplatzierte Théo Schely (FRA) knapp 3 Minuten Rückstand auf die Siegerzeit auf.
Schweizer in den Top 20
Die beiden Schweizer am Start zeigten einen soliden Auftritt über die kräfteraubende Distanz. Dank einem starken Finish lief Beda Klee auf Platz 14 (+8:00 Minuten). Eine knappe Minute dahinter klassierte sich Nicola Wigger auf Rang 19.