- Das Schweizer Aerials-Team gewinnt an den Olympischen Spielen in Livigno Silber im Mixed-Team-Wettkampf.
- Lina Kozomara, Pirmin Werner und Noé Roth müssen nur den USA den Vortritt lassen.
- Das Schweizer Trio nutzt die Patzer der Konkurrenz gnadenlos aus.
Das Schweizer Aerials-Team hat im Mixed-Wettkampf etwas überraschend die Silbermedaille gewonnen. Grossen Anteil am Erfolg hatten dabei Pirmin Werner und Noé Roth, die im Final der Top 4 mit Sprüngen mit jeweils fünf Schrauben mächtig Punkte einheimsten.
Dies war auch nötig. Nachdem Lina Kozomara ihren Sprung im zweiten Durchgang nicht hatte stehen können, schien Edelmetall bereits ausser Reichweite zu liegen. Erschwerend kam hinzu, dass die 20-Jährige, die ihre erste Weltcupsaison bestreitet, den Sprung mit der niedrigsten Schwierigkeit zeigte. Entsprechend wenige Punkte gingen auf das Schweizer Konto (44,37).
Doch Werner und Roth konnten die Hypothek im Anschluss wettmachen. Ersterer erzielte 123,00 Punkte, Zweiterer gar 129,54. Gleichzeitig profitierte das Schweizer Team von den Patzern der Konkurrenz. Australien war nach einem Sturz im ersten Sprung und anschliessend fehlenden Höchstschwierigkeiten früh zurückgebunden. Und China fiel nach einem Sturz im zweiten und dritten Sprung hinter die Schweiz zurück. Der Sieg der USA fiel mit fast 30 Punkten Vorsprung hingegen deutlich aus.
Finaleinzug dank Silbergewinner Roth
Kozomara, Werner und Roth hatten bereits auf dem Weg in den Final aus einem Patzer der Konkurrenz Profit schlagen können. Bei den Ukrainern stürzte sowohl Oleksandr Okipniuk wie auch Dmytro Kotovskyi, womit ein Platz in den Top 4 nicht mehr zu erreichen war.
Um die Kanadier in Schach zu halten, benötigte die Schweiz aber ordentlich Punkte – und diese lieferte Roth. Der Silbergewinner im Einzel packte bereits im ersten Durchgang fünf Schrauben aus (127,50) und sicherte der Schweiz damit den Finaleinzug. Werner hatte zuvor noch auf fünf Schrauben verzichtet und sparte sich diese für den Final auf.
Schon vor einem Jahr war dem Schweizer Trio mit Bronze an der Heim-WM im Engadin ein Exploit gelungen. Diesen wiederholten Kozomara, Werner und Roth nicht nur, sondern konnten mit dem nötigen Wettkampfglück gar noch einen draufsetzen. Während es für Roth in Livigno die zweite Medaille ist, dürfen sich Werner und Kozomara erstmals olympisches Edelmetall umhängen lassen. Vor vier Jahren in Peking hatte Rang 4 resultiert.