- Noémie Wiedmer startet im olympischen Snowboardcross-Final in Livigno hervorragend, muss sich am Ende aber mit Rang 4 begnügen.
- Olympiagold geht an Josie Baff (AUS) vor Eva Adamczykova (CZE), Bronze holt sich Michela Moioli (ITA).
- Sina Siegenthaler verpasst bei ihren 2. Olympischen Winterspielen den Halbfinal-Einzug dramatisch.
Bis fast bei Rennhälfte sah der Snowboardcross-Final bei Milano Cortina 2026 aus Schweizer Sicht höchst vielversprechend aus. Noémie Wiedmer führte das Rennen vor ihren drei Konkurrentinnen souverän an. Doch dann schlichen sich bei der 18-jährigen Berner Oberländerin kleine Unsauberkeiten ein, gleichzeitig schalteten ihre Verfolgerinnen nochmals einen Gang höher.
Erst musste sich Wiedmer von der späteren Olympiasiegerin Josie Baff (AUS) überholen lassen. Wenig später zogen innert Kürze auch noch Eva Adamczykova (CZE) und Michela Moioli (ITA) an der Jugend-Olympiasiegerin von 2024 vorbei. Für Olympia-Debütantin Wiedmer, die aufgrund eines Handgelenkbruchs im Januar keine Rennen hatte bestreiten können, resultierte somit der 4. Rang.
Nach dem Final war Wiedmer von den Emotionen überwältigt. Trotz der hauchdünn verpassten Medaille überwogen bei ihr Freude und Stolz: «Ich war zum 2. Mal in einem grossen Final, das ist eigentlich unglaublich. Schon vor drei Wochen war ich brutal aufgeregt gewesen. Heute bekam ich die Aufregung aber irgendwie in den Griff.»
Siegenthaler traurig
Dramatisch und enttäuschend war das Rennen auch für Sina Siegenthaler verlaufen. Die 25-jährige Emmentalerin musste sich, wie schon 2022 in Peking, im Viertelfinal geschlagen geben und zeigte sich danach sichtlich enttäuscht: «Es herrscht eine gewisse Leere», waren Siegenthalers erste Worte nach ihrem Out.
Viel hatte ihr für den Halbfinal-Einzug nicht gefehlt. Nach einem nicht optimalen Start kämpfte sich Siegenthaler in einem stark besetzten Heat (mit Goldgewinnerin Baff und Silbergewinnerin Adamczykova) zurück und liebäugelte bis kurz vor der Ziellinie mit dem 2. Platz, der für die Halbfinals gereicht hätte. Baff war aber letztlich noch einen Hauch schneller.
Albrecht und Dörig im Achtelfinal out
Für die weiteren beiden Schweizerinnen Aline Albrecht und Anouk Dörig hatte der Achtelfinal Endstation bedeutet. Albrecht, im gleichen Heat wie Wiedmer angetreten, konnte die Französin Maja-Li Iafrate Danielsson nicht mehr von Rang 2 verdrängen. Dörig lag nach einem guten Start in Tuchfühlung mit den vorderen beiden Plätzen, kam dann aber bei einem Sprung zu Fall und beendete das Rennen als Vierte.