Das Podest
- Gold: Österreich 2 (Ariane Rädler/Katharina Huber) 2:21,66 Minuten
- Silber: Deutschland 1 (Kira Weidle-Winkelmann/Emma Aicher) +0,05 Sekunden
- Bronze: USA 2 (Jacqueline Wiles/Paula Moltzan) +0,25
Als nach Katharina Hubers Slalom-Fahrt die Zeit im Ziel grün aufleuchtete, war dem österreichischen Gespann Ariane Rädler/Huber die Olympiamedaille nicht mehr zu nehmen. Dass es am Ende sogar die goldene wurde, damit rechnete aber eigentlich niemand. Zwar stand zu diesem Zeitpunkt einzig noch eine Athletin oben, aber diese eine Athletin war halt Mikaela Shiffrin.
Shiffrin schwer geschlagen
Die frischgebackene Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson hatte im ersten Kombi-Teil für USA 1 bestmöglich vorgelegt und die Bestzeit aufgestellt. Doch entgegen aller Erwartungen vermochte Shiffrin die Steilvorlage nicht auszunutzen. Im Gegenteil: Die Slalom-Queen kam überhaupt nicht auf Touren, stellte nur die 15. schnellste Zeit auf und musste im Ziel feststellen, dass es nicht einmal für das Podest reichte. Johnson/Shiffrin fielen noch auf Rang 4 zurück.
Die beste Slalom-Fahrt gelang Emma Aicher. Die 22-Jährige sorgte dafür, dass sie gemeinsam mit Kira Weidle-Winkelmann in der Entscheidung noch vier Plätze gutmachte und für Deutschland 1 Silber resultierte. Mit Jacqueline Wiles/Paula Moltzan schaffte es doch noch ein US-Gespann auf das Kombi-Podest.
Die Schweizerinnen
- 6. Schweiz 2 (Jasmine Flury/Wendy Holdener) +0,88 Sekunden
- 9. Schweiz 1 (Corinne Suter/Camille Rast) +1,24
- out: Schweiz 3 (Janine Schmitt/Mélanie Meillard)
- out: Schweiz 4 (Delia Durrer/Eliane Christen)
Swiss-Ski muss auf Frauen-Seite weiter auf die erste alpine Medaille an den Winterspielen in Milano Cortina warten. Die Hoffnungen auf einen Coup in der Team-Kombi wurden bereits in der Abfahrt stark gedämpft. Corinne Suter als Zwölfte und mit 1,45 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Johnson war noch die schnellste aus dem Schweizer Quartett.
Für die Schweizer Slalomfahrerinnen war angesichts der Ausgangslage im Medaillenkampf nicht mehr viel zu holen. Wendy Holdener sorgte mit der zweitschnellsten Slalom-Fahrt gleichwohl für einen Lichtblick, vor allem im Hinblick auf den Spezial-Slalom am 18. Februar. Dank Holdener machte Schweiz 2 noch sieben Plätze gut und beendete den Wettkampf auf Rang 6.
Camille Rast verlor im Slalom 0,39 Sekunden auf Holdener, war damit aber gleichwohl die drittschnellste aller Slalom-Starterinnen. Für die Walliserin und ihre Partnerin Flury reichte es als Neunte knapp noch in die Top 10. Mélanie Meillard und Eliane Christen brachten ihre Slalom-Läufe nicht ins Ziel.
So geht's weiter
Am Mittwoch ist bei den alpinen Skirennen die Reihe wieder an den Männern. Im Super-G gibt es ab 11:30 Uhr die letzten Medaillen im Speed zu verteilen. Für die Frauen geht es am Donnerstag in Cortina um 11:30 Uhr ebenfalls mit dem Super-G weiter. Am Freitag geniessen die Ski-Cracks einen Ruhetag, ehe am Samstag mit dem Männer-Riesenslalom die Technik-Wettkämpfe lanciert werden.