- Die Schweizer Eishockey-Nati der Frauen startet in Mailand mit einem 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Tschechien ins Olympia-Abenteuer.
- Das Team von Coach Colin Muller macht im Schlussdrittel einen Zwei-Tore-Rückstand wett und gewinnt nach total 16 Penaltys.
- Bereits am Samstagabend steht für die Schweiz das Vorrunden-Duell mit Kanada an.
Zum Ende wurde der Olympia-Auftakt der Frauen-Nati zum Nervenkrimi – mit dem besseren Ausgang für die Schweizerinnen. Nach 10 Schützinnen im Penaltyschiessen stand es 3:3, ebenso nach 14 Versuchen. Dann parierte Saskia Maurer den Schuss von Adela Sapovalivova, ehe Ivana Wey mit ihrem persönlich zweiten Treffer im Penaltyschiessen die Nati jubeln liess.
Aufholjagd im Schlussdrittel
Zwischenzeitlich hatte es alles andere als danach ausgesehen, als würde die Schweiz in ihrem ersten von vier Vorrundenspielen Punkte holen können. In der 47. Minute stellte Tereza Plosova auf 3:1 für die Tschechinnen. Doch das Team von Coach Colin Muller glaubte weiter an die Wende, besonders nach dem 2:3-Anschlusstor von Alina Müller in der 50. Minute. Die PWHL-Legionärin musste den Puck nach einer herrlichen Kombination im Powerplay nur noch ins leere Gehäuse schieben.
In der Folge drückte die Schweiz auf den Ausgleich, überliess Tschechien dadurch aber auch mehr Räume im eigenen Drittel. Maurer bewahrte die Nati wiederholt vor dem K.o.-Schlag und hielt die Schweizer Hoffnungen auf die Wende am Leben. Tatsächlich kullerte der Puck nach einem Schuss von Lara Christen 140 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit über die Torlinie zum 3:3.
In der Verlängerung erspielten sich beide Teams mehrere Chancen auf das Siegtor, doch die beiden Goalies liessen sich in den zusätzlichen 5 Minuten kein weiteres Mal überlisten.
Duell auf Augenhöhe
Die Schweiz war trotz guten ersten Aktionen bereits in der 2. Minute in Rückstand geraten. Zwar gelang der Nati in der 8. Minute durch Laura Zimmermann der Ausgleich, eine gute Zeigerumdrehung später jubelten die Tschechinnen aber bereits über das 2:1.
Die beiden Equipen schenkten sich in der Mailänder Santagiulia-Arena nichts, auch körperlich ging es ziemlich zur Sache. Weil die Schiedsrichterinnen viel durchliessen, gab es dennoch nur wenige Strafen.
So geht's weiter
Dank den beiden Punkten gegen Tschechien bringt sich die Schweiz in eine gute Ausganglage für den weiteren Verlauf der Vorrunde. In der Gruppe schaffen es zwar alle 5 Teams automatisch in die Viertelfinals, allerdings könnte die Platzierung eine wichtige Rolle spielen, um in der Runde der letzten 8 nicht auf einen Top-Gegner zu treffen.
Am Samstag um 21:10 Uhr geht es für die Schweiz bereits weiter mit dem zweiten Gruppenspiel. Gegner ist mit Kanada dann einer der beiden Favoriten auf die Goldmedaille.